Ende prekärer Arbeitsverhältnisse an Hochschulen in Sicht
 [ on air ]

Ende prekärer Arbeitsverhältnisse an Hochschulen in Sicht

Die Fraktionen haben sich heute auf die Eckpunkte zur Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes geeinigt. Damit sollen “wissenschaftliche Karrieren planbarer” werden und befristete Arbeitsverhältnisse nur noch in wenigen Fällen möglich sein, heißt es im Eckpunktepapier. Noch im Herbst sollen die sieben Kernthemen gesetzlich festgeschrieben und im Parlament verabschiedet werden. Sie könnten dann zum 1. Januar 2016 gelten.

 

In Deutschland sind 84 Prozent der Nachwuchswissenschaftler befristet beschäftigt. Das bedeutet immer neue und vor allem kurze Zeitverträge. Jeder zweite Vertrag hat eine Laufzeit von weniger als einem Jahr – eine sichere Planung sieht anders aus. Zur Lösung des Problems will die große Koalition das Wissenschaftszeitvertragsgesetz novellieren und die Arbeitsbedingungen für Nachwuchswissenschaftler verbessern. Heute haben sich die Fraktionen auf die Eckpunkte geeinigt, die unserem Sender vorliegen.

 

 

Befristung nur noch mit Qualifizierungsziel

 

Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Die Befristung soll sich künftig am Qualifizierungsziel orientieren. Wer also eine Promotionsstelle von drei Jahren antritt, hat auch das Recht auf einen Vertrag über drei Jahren. Einzige Ausnahme sind Stellen mit Drittmittelfinanzierung. Die Vertragslaufzeit muss aber auch hier mindestens so lang sein, wie die Dauer der Mittelbewilligung. Wer mit seiner Promotion nach drei Jahren nicht ganz fertig ist und noch länger braucht, kann aber auch einen Kurz-Vertrag erhalten.

 

Studentische Hilfskräfte werden ausgenommen

 

Eine Dauerbeschäftigung wissenschaftlicher Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen wird in den Eckpunkten ausdrücklich ausgeschlossen: Nur bei wissenschaftlichem Personal, das einen qualifizierenden Abschluss anstrebt, sind befristete Arbeitsverhältnisse zulässig. Kommt es zu Pausen im Arbeitsverhältnis, zum Beispiel durch Mutterschutz oder Elternzeit, verlängert sich die Vertragslaufzeit. Dies trifft auch im Fall von Stief- und Pflegekindern zu.

 

Für sogenannte “studienbegleitende Arbeitsverhältnisse” (wie die Tätigkeit als SHK) gilt dies allerdings nicht. Unabhängig ob bereits ein Bachelor-Abschluss erworben wurde oder nicht, sollen befristete Verträge weiterhin möglich sein.

 

Keine Befristung mehr für nicht-wissenschaftliches Personal

 

Bislang kann das Wissenschaftszeitvertragsgesetz auch für nicht-wissenschaftliches Personal angewendet werden, das durch Drittmittel finanziert wird. Dies soll mit der Novellierung aber nicht mehr möglich sein. In den Eckpunkten heißt es, die Befristungsmöglichkeit für akzessorische Personal entfällt. Dazu zählen zum Beispiel technische Angestellte, Laborpersonal und Personal für das Projektmanagement.

 

 

Mehr Informationen zu den prekären Arbeitsbedingungen haben wir euch in diesem Beitrag zusammengefasst:

weitere beiträge

rushhour am mittwoch / 1. juli | on air

rushhour

Annelie beglückt Männer und Frauen und ganz Deutschland – nein, es handelt sich nicht um eine besonders offenherzige Dame sondern um das Hochdruckgebiet, das uns aktuell Temperaturen von 33° C im Schatten beschert.

 

 

Also ab an den Badesee, das Radio eingepackt und ab 15 Uhr die rushhour auf der [97.1] eingeschaltet!

 

 

Unter anderem geht mehr

insider am mittwoch / 1. juli | insider

insiderHeute könnt ihr eine Sekunde länger hochschulradio hören, denn der Mittwoch ist heute eine (Schalt-)Sekunde länger. Mit dieser frohen Botschaft starten wir um 8.00 Uhr in den 33-Grad-Mittwoch mit Sven.

 

Abkühlung Deluxe: Ein paar Londoner wollen in der Themse einen großen Pool bauen, dabei lag Freibad bei den Briten noch nie im Trend. Kein Wunder bei dem … mehr

kulturkompass am dienstag / 30. juni | kulturkompass

kulturkompass

 

Im kulturkompass mit Nadja sprechen wir heute ab 19 Uhr über folgende Themen:

 

Ihr konntet nicht zum Sommerkult Festival gehen, aber hättet so gerne ein bisschen Musik auf dem Campus? Oder ihr wart da und habt noch nicht genug? Auch an anderen Unis finden Festivals statt, wie etwa in Köln. Das Hum-Festival stellen wir euch vor.… mehr

rushhour am montag / 29. juni | rushhour

rushhourDas Semester ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber Jan ist bereits jetzt schon fertig mit den Nerven. Denn er steckt gerade mitten in der Klausurenphase! Damit es euch besser geht als ihm, stellen wir euch einige Tipps und Tricks gegen Prüfungsangst vor und sagen Euch, wie ihr effektiv Lernen könnt.

 

Die Eurogruppe hat am Wochenende beschlossen keine mehr