politur am donnerstag / 26. september
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politur am donnerstag / 26. september

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Heute um 18 Uhr auf der 97.1 oder im Live-Stream mit Paul.

 

Unsere Themen im Überblick:

nach der Wahl – die Siege von Merkel und Bouffier und die Suche nach einem Koalitionspartner

nach dem Alptraum – die Geiselnahme in einem kenianischen Einkaufszentrum

nach der Korrektur – das neue Ergebnis der SP-Wahl und die Gründe für eine Neuauszählung

nach dem Urteil – die Massenvergewaltigung in Indien und die Rolle der Frau

nach der Medienschlacht – die Bundestagswahl und die Fernsehspots der Parteien

 

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Am vergangenen Sonntag wurde in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Klarer Sieger war die Union aus CDU und CSU mit ihrer Spitzenkandidatin Angela Merkel. Die amtierende Bundeskanzlerin wird höchstwahrscheinlich auch weiterregieren können, allerdings braucht sie einen Koalitionspartner, denn für die absolute Mehrheit, die durchaus denkbar war, reichte es dann doch nicht. Der bisherige Regierungspartner, die FDP, scheiterte an der 5-Prozent-Hürde. Wer bietet sich im neuen 4-Fraktionen-Bundestag nun der Union an? Die Linken scheiden aus, also bleiben nur die Grünen oder die Sozialdemokraten der SPD. Wir geben euch einen Ausblick, welche Koalition unter welchen Bedingungen denkbar ist.

 

Auch in Hessen wurde am Wochenende gewählt. Das Ergebnis grob gefasst: der bisherige Ministerpräsident Volker Bouffier kann nicht weiterregieren, denn sein Koalitionspartner, auch hier die FDP, schaffte zwar den Einzug in den Landtag, ist aber zu schwach um eine Mehrheit zu garantieren. Auf der anderen Seite reicht es aber auch nicht für eine rot-grüne Mehrheit. Zwar sind auch die Linken im Landtag vertreten, doch eine rot-rot-grüne Koalition scheint schon alleine wegen der Erfahrung aus dem Ypsilanti-Wortbruch für die SPD undenkbar. Wie geht es nun weiter? Wir haben auch in Hessen die Koalitionsmöglichkeiten für euch geprüft.

 

Den Verlauf der Wahlen inklusive erster Hochrechnungen und Reaktionen könnt ihr in unserem Live-Ticker noch einmal nachlesen.

 

Wegen der Bundestags- und der Hessenwahl ging die Nachricht fast unter: im kenianischen Nairobi stürmten vermummte Terroristen ein Einkaufszentrum, schossen um sich und nahmen Geiseln. Die Geiselnahme, bei der über 70 Menschen ums Leben kamen, dauerte mehrere Tage an, auch wenn das kenianische Militär schon früh ein Ende vermeldete. Das Motiv für die Geiselnahme ist wohl Vergeltung, weil das kenianische Militär in Somalia gegen die islamistische al-Schabab-Miliz vorgegangen war. Wir haben uns den Verlauf der Geiselnahme noch einmal näher angesehen und klären euch über die Hintergründe und mögliche Konsequenzen auf.

 

Im vergangenen Semester wurde das Studierendenparlament gewählt (die politur berichtete). Doch jetzt musste das Ergebnis überarbeitet werden, denn die Wahl wurde teilweise für ungültig erklärt. Der Grund dafür ist die zu späte Zustellung der Stimmzettel aus der Briefwahl. Die davon eingerechneten Stimmen – nur fünf an der Zahl – haben letztlich keine Auswirkungen auf das Endergebnis. Dennoch soll für die Zukunft eine Lösung gefunden werden, wie ein ähnlicher Zwischenfall vermieden werden kann. Ein vom Studierendenparlament eingesetzter Prüfungsausschuss hat deshalb eine Überarbeitung der Wahlformalitäten empfohlen. Heute tagt der Wahlausschuss und für uns ist das Anlass genug, den ganzen „Fall“ noch einmal aufzuarbeiten.

 

Eine Massenvergewaltigung in Indien machte vor etwa einem halben Jahr weltweit Schlagzeilen. Eine junge Studentin wurde in einem Bus von einer Gruppe junger Inder brutal vergewaltigt. Das Opfer starb wenige Tage später an den Folgen der Vergewaltigung. Vier Täter wurden nun von einem indischen Gericht zur Todesstrafe verurteilt und seitdem, quasi wöchentlich, tauchen neue Meldungen von Misshandlungen indischer Frauen in den deutschen Medien auf. Ist die Lage wirklich so dramatisch? Wir haben unterhalten uns mit einer Studentin, die ein Jahr lang in Indien gelebt hat und uns von ihren Erfahrungen berichten kann.

 

Jaja, der Wahlkampf war langweilig, oder er war spannend, wichtige Themen kamen auf den Tisch oder sie fielen unter selbigen – es gab ja viele Meinungen zum Werben der Parteien um die Wählergunst, auch wir von der politur konnten uns da ja nie so richtig festlegen. Nun ist die Wahl gelaufen und eigentlich müssten wir uns darüber keine Gedanken mehr machen – doch mit ein bisschen Abstand lohnt sich noch einmal der Blick auf ein ganz besonderes Element im Wahlkampf – die Fernsehspots. Mein Kollege Robin Rottmann, mit Medien und Fernsehen gut vertraut, hat sich mit Popcorn und Cola eingedeckt und sich alle Fernsehspots von vorne und hinten nächtelang angeschaut und zieht daraus seine ganz persönliche Bilanz.

 

Dazu gibt es natürlich wie immer das Neuste vom Campus und aus den Wissenschaften. Einschalten lohnt sich also!