neo-hippie in göttlicher mission
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neo-hippie in göttlicher mission

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Eine gewaltige Stimme in einem engelsgleichen Wesen spielt in einem kleinen Gotteshaus – a match made in heaven.
Am 18. Mai gab Bat For Lashes, Pseudonym der zauberhaften Natasha Khan, ein ganz besonderes Konzert in der Kulturkirche in Köln.
Gekleidet in einem Catsuit, mit Glitzer im Gesicht, betrat sie unter tosendem Applaus die Bühne und es war ihr fast ein bisschen unangenehm.
Dann setzte sie zu den ersten Takten an – eine unglaubliche Stimme, die dank der phänomenalen Akustik in jedes Ohr durchdringt.
Miss Khans Art zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt zu schwanken, dürfte bei jedem Anwesenden ein Wechselbad der Gefühle ausgelöst haben.
Bei obligatorischen Höhepunkten wie „What’s A Girl To Do“ war bei Natasha Khan, die auf der Bühne vom Licht umschmeichelt hüpft, und beim gut gemischten Publikum kein Halten mehr.
Doch als sich Natasha an ihr Keyboard setzte und ihren „Siren Song“ spielte (ihrer anwesenden Mutter gewidmet) dürfte vermutlich jedem ein kalter Schauer den verschwitzten Körper herunter gelaufen sein.
Und die Augen blieben dabei auf keinen Fall trocken.

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Nach zwei Zugaben, darunter ein abschließender Höhepunkt mit ihrem aktuellen Hit „Daniel“, verließen Bat For Lashes, Natasha Khan und ihre neu zusammengestellte Band, endgültig die Bühne.
Die Art, wie sie eins mit ihrer Musik wird, unglaublich viel Emotion mit ihrem Gesang herüber bringt und ihre feenhaften Bewegungen sind so packend, dass man das Gefühl bekommen könnte, der Neo-Hippie aus Brighton versetzt einen in eine Art Trance.
Ihre Musik befördert einen aus dem von der Wirtschaftskrise geplagten, Web 2.0 dominierten Zeitalter in ihre Traumwelt und läßt einen die dystopischen Gedanken für zumindest einen Abend vergessen.
Und dafür ist Musik doch da, oder?

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