brandneu auf der [97.1] – der blog
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brandneu auf der [97.1] – der blog

Jede Woche bringt hochschulradio düsseldorf neue Musik in euer Radio. Wir spielen für euch sowohl die angesagteste Musik aus dem Kosmos der Alternativ-Szene als auch die besten Newcomer und Geheimtipps. Damit ihr auch wisst wer die Künstler und Künstlerinnen sind, die wir zurzeit häufiger spielen, präsentieren wir euch hier im brandneu-blog die Hintergründe zu unseren neusten Songs im Programm. Die restlichen Songs, die momentan häufiger laufen (auch Rotation genannt), seht ihr HIER.

Alfie Templeman – Obvious Guy

Alfie Templeman befindet sich gerade auf der Überholspur. Erst vor ein paar Wochen wurde sein Song vom gleichnamigen Album „Happiness In Liquid Form“ gefeiert; jetzt steht schon ein neuer Song des Albums in den Startlöchern. Und das mit Recht. Seine Musik bleibt entspannt, passend zum Sommer. Das Musikvideo zu „Obvious Guy“ sieht aus wie ein Kinderzeichentrickfilm. Der ist aber von Alfie selbst gezeichnet worden. Was ein kreativer Typ!

Disclosure – My High (feat. Aminé & Slowthai)

Schon erstaunlich, wie verschieden zwei Brüder sein können und trotzdem so ähnlich. Die beiden Brüder vom DJ-Duo Disclosure ziehen nämlich die Gegensätze an. Einer lebt in L.A., einer auf dem platten, englischen Land ohne Handyempfang, wie er in einem Interview letztens bestätigt hat. Umso faszinierender ist, dass bei Disclosure am Ende immer fette Electro-Tracks raus kommen, die wahlweise einen rauen oder auch mal sehr sanften Spirit atmen. Die neue Single „My High“ ist eher auf der raueren Seite. Während ihre Featuregäste, die Rapper Slowthai und Aminé, für harte Punchlines sorgen, wirken die förmlich explodierenden Drum’n’Bass-Beats für einen unfassbar rauen, schwitzig-aufgeregten Elektrosound, der auch gut in den Trainspotting-Soundtrack passen würde

HAIM – Don’t Wanna

Die drei Schwestern von HAIM haben erst im Juni ihr neues Album „Women in Music Pt.III“ rausgebracht. Daraus stammt auch der Song „Don’t Wanna“. In der Nummer kämpfen die Schwestern um eine scheiternde Beziehung. Im Video laufen, beziehungsweise rennen die drei über einen Parkplatz und tragen immer wieder kleine Rennen aus.

Fontaines D.C. – Televised Mind

Das Thema Fernsehen lässt die Iren von Fontaines D.C. anscheinend nicht los. Schon das Video zur ersten Single „A Hero’s Death“ aus ihrem kommenden Album erzählt die Geschichte eines Talk Show-Hosts. Daran schließt Single Nummer zwei mit dem Titel „Televised Mind“ nun nahtlos an. Auch der Sound des Songs bleibt, wie bei Fontaines D.C. zu erwarten, im Postpunk-Bereich. Das zugehörige Album „A Hero’s Death“ erscheint am 31. Juli.

Glass Animals – Heat Waves

Aufatmen, bislang. Hitzewellen wie in den letzten beiden Jahren sind uns 2020 bisher zum Glück erspart geblieben. Aber man soll den Tag bekanntlich nicht vor dem Abend loben. Die musikalische Hitzewelle kommt nämlich bereits in Form der britischen Urban-Indie-Band Glass Animals. Ihre neue Single „Heat Waves“ erweckt nicht nur namentlich diesen Eindruck. Mit zerfließenden Electrosphären und dem soften Gesang von Sänger Dave Bayley könnte der Song einen Hauch von 30°C für die heimische Terrasse bieten. Das neue Album „Dreamland“ kommt am 7. August – das haben sie per Easter Egg übrigens schon in ihrer letzten Single „Dreamland“ so halb angekündigt.

Tash Sultana – Greed

„Greed“ ist die neue Single von Tash Sultana. Wie gewohnt spielt die Musikerin alle Instrumente selbst und meistens mit Loop-Station. In dem Song geht es um die Veränderung der Menschen um sie herum – besonders, seit sie als Künstlerin sehr viel Erfolg hat. Erst vor Kurzem hat sie den Song „Through the Valley“ zu dem Spiel „The Last of Us – Part 2“ performt. Auch ein neues Album soll dieses Jahr noch herauskommen. Wann genau, steht aber noch nicht fest.

Clara Luzia – This World

Bilderbuch, Mavi Phoenix und zuletzt My Ugly Clementine – die Österreich hat in den letzten Jahren einiges an vielversprechenden Künstler*innen hervorgebracht. Und die nächsten neuen Acts sind schon bereit zum Nachrücken. Zu ihnen gehört auch die Wiener Musikerin Clara Luzia. In ihrer aktuellen Single „This World“ verbindet sie Indiepop mit leicht melancholischem Gesang.

Cold War Kids – You Already Know

Der aktuelle Trend zum mehrteiligen Album hat neue Anhänger gefunden. Nachdem Cold War Kids auf „New Age Norms 1“ im letzten Jahr acht Tracks veröffentlicht haben, führen sie diesen Zyklus jetzt ein knappes Jahr später fort. Im August erscheint nämlich „New Age Norms 2“, wieder bestückt mit acht Songs. Parallel zur Ankündigung der Albumfortsetzung haben Cold War Kids die Single „You Already Know“ veröffentlicht. Ihr bekannter Bluesrock-Stil bleibt in der Single vor allem im Gesang erhalten. Es kommen aber auch neue Funk-Einflüsse in den Gitarren dazu.

Elis Noa – Hideaway

In den letzten Jahren schwappt die Wiener Musikszene immer öfter auch nach Deutschland – jüngstes Beispiel ist die Poprock-Band My Ugly Clementine. Während My Ugly Clementine eher expressiv und lauter sind, schlägt der neuste Export eher ruhigere Töne an. Das Duo Elis Noa, bestehend aus Elisa Godino und Aaron Hader, spielt nämlich sanften, zarten Elektropop. Die neue Single „Hideaway“ trägt sich mit seinen fast intimen, aber dennoch leicht düsteren Elektrobeats, dementsprechend wie ein weiches, sanft anliegendes Seidenhemd – nur eben vielleicht im Regen um die düsteren Parts zu spiegeln. Wer mehr haben möchte: Das Debütalbum „What Do You Desire?“ kommt am 14. August.

Amilli – I’m Not Tryna Be Your Girl

Ein bisschen Ruhrpott-Idylle gefällig? Dem Song hört man es zwar nicht an, aber Amilli kommt nicht aus Los Angeles oder Berlin, sondern ganz einfach aus Bochum. Das würde man beim Hören ihres neuen Songs nicht erwarten. Der Song klingt wie eine entspannte, coole Nummer, die gut von einer amerikanischen Indie-Künstlerin hätte geschrieben sein können. Die 19-Jährige startet ihren Song mit „I’m not tryna be your girl. I don’t fit into your world. I might cut you off of me. Because you don’t comfort me“. Direkt ein starkes Statement zur eigenen Unabhängigkeit! Auch das Video gibt einiges her. Normale Aufnahmen reihen sich an Comic-Zeichnungen. Amilli selbst steht als selbstbestimmte Frau im Mittelpunkt – also eine volle Packung ruhrpotter Stärke.

Declan McKenna – The Key To Life On Earth

Declan McKenna aus Großbritannien ist erst 21 Jahre alt, und schon bei Columbia Records unter Vertrag. Sein neuer Song „The Key To Life On Earth“ ist ein richtiger Ohrwurm. Nicht nur das Musikvideo, sondern auch das Lyricvideo sind mehr oder weniger aufwendig produziert. Bekanntheit erlangte Declan McKenna durch seinen Gewinn beim Emerging Talent Competition vom Glastonbury Festival 2015.

Another Sky – Fell In Love With The City

Schöne Impressionen bietet das Musikvideo von Another Sky zum neuen Song „Fell In Love With The City“. Noch relativ unbekannt ist die vierköpfige Band, und hat denoch schon einige sehr schöne Songs herausgebracht, von denen einer in unserer Rotation gelandet ist.

Goldband – De Wereld

#GelebtesEuropa! Nach dem ersten Schwedisch-sprachigen Song in unserer Playlist vor wenigen Wochen stellen wir euch nun den zweiten Niederländisch-sprachigen Song in unserer Rotationsgeschichte vor! An dem Elektropop-Trio Goldband aus Den Haag kommt man beim besten Willen nicht vorbei. Einmal gehört, fräst sich der simple, leicht wavige Keyboard-Rhythmus aus dem Song „De Wereld“ (deutsch: Die Welt) in die Gehörgänge und ist als Dauerohrwurm schwer wieder heraus zu bekommen. „De Wereld“ wirkt zeitlos, auch wenn Goldband visuell und auditiv stark mit den späten 80er und 90er Jahren kokettieren. Selbst bezeichnen sie sich übrigens als Mischung aus Baumarkt-Pop und Den Haager Markt-House. So beschreiben sie ihre Musik jedenfalls bei Facebook. In den Niederlanden haben Goldband mit dem Song übrigens schon einen Radiohit gelandet. Nächster Schritt: Deutschland?!

Noga Erez – No News On TV

Steckt da Ironie in der neuen Single der israelischen Pop-Rapperin Noga Erez? Denn auch wenn aktuell die TV-Sender vor News quasi überflutet werden, gab es vor einigen Jahren in Israel tatsächlich eine Diskussion um Nachrichten im Fernsehen. Vor drei bis vier Jahren hat sich nämlich die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Israel neu gegründet. Allerdings gab es große Diskussionen, weil im Fernsehen dort keine Nachrichten laufen sollten. Nach langen Verhandlungen wurden die dann doch wieder eingeplant (Mehr dazu findet ihr HIER). Ob Noga Erez davon zu ihrem Song „No News On TV“ inspiriert wurde, ist uns nicht bekannt. Im Video sehen wir aber ihre Vorstellung, wie eine Welt ohne Nachrichten aussehen könnte.

Nothing But Thieves – Real Love Song

Es gibt zwei Arten von Liebesliedern: Entweder sie triefen vor Schnulzigkeit oder sie lassen uns an unseren schlimmsten Herzschmerz denken. „Real Love Song“ ist Letzteres. Der Song beginnt mit „This is a love song, a real love song“. Schon mit ihrem letzten Hit „Is Everybody Going Crazy“ haben Nothing but Thieves sehr realitätsnah über die aktuelle Corona-Situation gesungen. Und auch in diesem Song bleiben sie sehr nahe an der Wahrheit. Liebe ist nun leider nicht immer nur Schmetterlinge im Bauch und rosa-rote Brille, sondern auch Unsicherheit, nicht erwiderte Liebe und ganz viel Herzschmerz.