brandneu auf der [97.1] – der blog
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brandneu auf der [97.1] – der blog

Jede Woche bringt hochschulradio düsseldorf neue Musik in euer Radio. Wir spielen für euch sowohl die angesagteste Musik aus dem Kosmos der Alternativ-Szene als auch die besten Newcomer und Geheimtipps. Damit ihr auch wisst wer die Künstler und Künstlerinnen sind, die wir zurzeit häufiger spielen, präsentieren wir euch hier im brandneu-blog die Hintergründe zu unseren neusten Songs im Programm. Die restlichen Songs, die momentan häufiger laufen (auch Rotation genannt), seht ihr HIER.

Beabadoobee – Worth It

Ladies and Gentlemen, ihr habt es zuerst hier gehört: Die 2020er werden das Jahrzehnt der Gitarre! Diese Prognose lässt sich bereits ohne Blick in die Glaskugel tätigen. Denn bereits heute werden junge, aufstrebende Gitarren-Newcomer*innen wie Bea Kristi aka Beabadoobee in den Himmel gehoben. Die Londonerin mit philippinischen Wurzeln gilt spätestens seit diesem Jahr international als Act-to-Watch. Ihre neue Single „Worth It“ hebt ihren Stil erneut perfekt hervor – moderner Indie-Pop mit einer großen Würzung College-Rock der 90er und 00er Jahre (was sich übrigens auch im Video klasse zeigt). Laut Bea geht es im Song um „jugendliche Untreue und die Fehler, die man in der Zeit mache“. Das lang ersehnte Debütalbum „Fake It Flowers“ kommt am 16. Oktober.

Doves – Carousels

2009 war Instagram noch nicht online, Werder Bremen stand in einem europäischen Fußball-Pokalfinale und die allermeisten von uns haben das Wort Studium nur mit einem Fernglas sehen können. Und vor elf Jahren war es, dass Doves aus Manchester ihr letztes Album heraus gebracht haben – eine Band, die ihre Anfänge in die 90er datiert. Wie fasst man also Fuß, wenn die Fans von damals heute teils selbst große Kinder haben? Man schmeißt einfach zeitlose, epische Rockbretter wie „Carousels“ auf den Markt. Das ist ein Song, der sich mit seinem epischen Mitsingrefrain perfekt als alternative Stadionhymne und Film-Soundtrack eignet (und in UK auch schon als Hymne zum Champions League-Finale im TV genutzt wurde). Das dazugehörige Album „The Universal Want“ ist inzwischen käuflich zu erwerben.

Nothing But Thieves – Unperson

Bunt und poppig kommt das neue Musikvideo von Nothing But Thieves daher. Rockig und laut klingt der Gesang des Leadsängers Conor Mason. Diese Mischung macht den Song „Unperson“ klanglich aus. Die Message der Single könnte mit dem Social Media Hype kaum aktueller sein, und man kann förmlich hören, wie Mason seine Seele dabei heraussingt.

Django Django – Spirals

Die Visuals im Videos von Django Djangos neuer Single „Spirals“ sind nichts für Leute, die schnell seekrank werden. Der Song selbst ist aber sehr harmonisch, Sänger Vincent Neff singt davon, dass wir Menschen trotz unserer Differenzen doch trotzdem alle gleich sind und dasselbe wollen und fühlen. Das macht zuversichtlich und lässt es einen kaum abwarten, so etwas wieder live zu hören.

Sultans Court – Running

Trotz der aktuellen Einschränkungen für Veranstaltungen lässt das Reeperbahn Festival in Hamburg es sich auch diesen September nicht nehmen, vielversprechende Newcomer*innen vorzustellen. Dazu gehört unter anderem die Band Sultans Court aus Berlin, die im Rahmen des Festivals ein Konzert per Livestream spielt. Mit in der Setlist ist sicherlich auch Sultan Courts neuste Single „Running“, eine smoothe Elektropop-Nummer mit leichten Funk-Einflüssen.

Sylvan Esso – Frequency

Wir geben zu, der Name „Free Love“ lässt schnell Vermutungen in Richtung Gender zu. Tatsächlich ist das aber der Albumtitel vom neuen Werk der amerikanischen Band Sylvan Esso. Am 25. September bringt das mitunter ziemlich experimentelle Elektropop-Duo ihr mittlerweile drittes Album raus. Laut Sängerin Amelia ist die Aufgabenverteilung auch klar – Amelia ist für die Pop-Klänge, das Tanzbare und die Lyrics zuständig; ihr Partner Nick für die elektronische Kunst drum herum. Allerdings geben beide zu, dass das auch mal verschwimmt. Und so erklären sich Songs wie „Frequency“, die allenfalls (wie im Video) experimentell tanzbar sind, aber durch Klicken, mikrofeine Beatstrukturen und einem sanften Fortschritt aus der Masse der Musik heraus stechen und sich sanft anschmiegen.

Everything Everything – It Was A Monstering

Schon seit inzwischen über zehn Jahren machen die Bandmitglieder von Everything Everything die Musiklandschaft von England unsicher mit ihrem Indie-Sound, der doch so anders klingt als der typische Gitarren-Indie. Nachdem sie kontinuierlich alle paar Jahre ein neues Album veröffentlichen, können wir nun ihren neuen Song „It Was A Monstering“ hören. Dieser hat wie auch ihre vorigen Songs ein Gefühl von Nähe direkt aufs Papier gebracht und wird dann gesungen, als würden die Musiker intim zusammen musizieren, und wir dürfen dabei sein.

Novaa – The Futurist

Zu den vielen jungen Stimmen, die aktuell auf Klimawandel und Umweltprobleme aufmerksam machen, gesellt sich auch die Berlinerin Novaa. In ihrer aktuellen Elektropop-Single „The Futurist“ singt sie zum Beispiel über fossile Brennstoffe, Verschmutzung und die Erderwärmung. Auf Social Media fügt Novaa außerdem zum Song hinzu, dass es wichtig sei, sich für Veränderungen einzusetzen. Novaas neues Album, das den gleichen Titel trägt wie die Single, erscheint am 18. September.

Shame – Alphabet

2018 gehörten die Briten von Shame mit ihrem Debütalbum “Songs of Praise” zu den vielversprechendsten Newcomer*innen der Postpunk-Szene. Nach dem Release hat die Band ausgedehnt getourt, sich mit neuem Material aber stark zurückgehalten. Im Januar diesen Jahres gaben Shame auf Social Media bekannt, dass ihr zweites Album fertig sei. Ein halbes Jahr später wird diese Ankündigung nun auch mit einem Song bestätigt. Die neue Single „Alphabet“ kommt gewohnt rotzig daher und erinnert mit ihrem Sound an Shames britische Kollegen Idles.

London Grammar – Baby It’s You

So langsam wird es Zeit für Neues von London Grammar. Das letzte Album der britischen Band liegt immerhin schon drei Jahre zurück. Ein neues Album haben sie zwar noch nicht angekündigt, aber dafür kommen sie mit einem erneuerten Social Media-Auftritt und mit der Single „Baby It’s You“ daher. In dem singt Sängerin Hannah Reid von wahrer Liebe. Sehr angenehme Synthklänge begleiten dabei ihren beruhigend wirkenden Gesang, sodass eine sehr angenehme Klangwelt erzeugt wird.

Temples – Paraphernalia

Ihr schaut bestimmt gerade auf einen Bildschirm, um die neuste Musik auf unserer Homepage zu finden. Das macht ihr wahrscheinlich sogar auf eurem Handy-Bildschirm. Und genau das machen wir über den Tag unglaublich häufig: Auf den Handy-Bildschirm starren. Social Media, Whatsapp-Nachrichten oder Spiele auf dem Handy bieten konstante Ablenkung vom Alltag. Genau darum geht es im neuen Song „Paraphernalia“ von Temples. Der Sänger sagt selbst zu dem Song: „In an age of constant distraction, we all strive to find focus and a sense of calm. ‚Paraphernalia‘ questions the depth of ‚real‘ connections in a digital world.“ Mit „Paraphernalia“ hinterfragt er die Tiefe von realen Verbindungen in einer digitalen Welt. Also, legt das Handy mal beiseite und fokussiert Euch einfach mal nur auf den Song.

Laurel – Scream Drive Faster

Es gibt Menschen, die können jederzeit einen Song schreiben, und es wird zu etwas Großartigem. Wenn die Story vom Label nämlich stimmt, dann hat die britische Indie-Musikerin Laurel ihren neuen Song „Scream Drive Faster“ geschrieben, während sie einen unglaublichen Kater von der letzten Nacht hatte. Und das wiederum ist mindestens schon einen Applaus wert. Der Song selbst verdient es aber noch mehr, in die Hände zu klatschen. Der Sound von Laurel ändert sich nämlich leicht im Vergleich zu ihrem Debütalbum – in „Scream Drive Faster“ tauchen mehr Dream-Pop-Sequenzen, Synthies und wolkige Rhythmen auf. Gitarren rücken etwas in den Hintergrund. Dazu kommt ein klassisches 80s-Retro-Video. Ein neues Album ist noch nicht angekündigt.

PIPPA – Egal

Ist euch manchmal alles einfach nur egal? Dann ist dieser Song von PIPPA vielleicht ein Reinhören wert. Denn ihr Song „Egal“, den sie jetzt rausgebracht hat, kombiniert eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Gleichgültigkeit mit einer Leichtigkeit und fesselnden Beats. Aufgenommen hat sie den Song zusammen mit Nora Mazu, die den Rap Part übernimmt. Wer zusätzlich noch richtig coole Moves sehen möchte: Die gibt’s im Video zu sehen.

Chutney – Outcast

Gold Coast Music hat seit letztem Jahr eine neue Band unter Vertrag. Chutney nennen sich die Jungs. Sie kennen sich zum Teil schon aus der Schule, wo sie bereits in einer Band zusammen gespielt haben. Zu ihrem Namen ist die Band eher zufällig gekommen. Keiner von ihnen isst wirklich Chutney; nur eines der Bandmitglieder war der Meinung, dass das Wort „Chutney“ ein witziges und unverwechselbares Wort sei. Seitdem nennen sie sich eben Chutney. So schnell geht das mit dem Bandnamen. Ihr neuer Song „Outcast“ ist ihr aktuell dritter Song. Die Musik lässt sich als atmosphärischen Indie-Pop beschreiben. Er geht leicht ins Ohr und macht auf jeden Fall Lust auf weitere Songs der Band.

Jaden – Everything

„Jaden? – Warte, der Jaden?!“ – Yup, genau der! Auf unserer Playlist tummelt sich nämlich heute ein ganz berühmter Sprössling, der selbst aber eigentlich noch Newcomer ist. Denn niemand geringeres als Jaden Smith ist heute bei uns eingestiegen, Sohn von 90s-Rapper und Schauspieler Will Smith und Schauspielerin Jada Pinkett Smith. Jaden selbst macht bereits seit vielen Jahren Musik, der riesige Durchbruch ist ihm allerdings noch nicht gelungen. Da hilft vielleicht das neue Mixtape „CTV3“, das laut Jaden sogar von den Beatles oder den Beach Boys inspiriert wurde. Mit „Everything“ haben wir eine Mischform der beiden Albumstile ausgesucht – Rap und Gesang – und gleich noch einen Song, der stark im Ohr bleibt.