brandneu auf der [97.1] – der blog
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brandneu auf der [97.1] – der blog

Jede Woche bringt hochschulradio düsseldorf neue Musik in euer Radio. Wir spielen für euch sowohl die angesagteste Musik aus dem Kosmos der Alternativ-Szene als auch die besten Newcomer und Geheimtipps. Damit ihr auch wisst wer die Künstler und Künstlerinnen sind, die wir zurzeit häufiger spielen, präsentieren wir euch hier im brandneu-blog die Hintergründe zu unseren neusten Songs im Programm. Die restlichen Songs, die momentan häufiger laufen (auch Rotation genannt), seht ihr HIER.

Balthazar – Hourglass

Die belgische Band Balthazar wandelt mit ihrem Song „Hourglass“ aus ihrem neuen Album „Sand“ ein bisschen auf den Spuren des Funk. Genauso klingt der Song auch: Rhythmische Drums, sanft gezupfte Gitarren und ein im Chor gesungener Post-Chorus erinnern stark an den Funk der 70er Jahre. Ihr aktuelles Album „Sand“ ist seit 26. Februar draußen und ab September gehen sie voraussichtlich auf Tour.

Millie Turner – Concrete Tragedy

Millie Turners „Concrete Tragedy“ ist ein Popsong geworden, und das im besten Sinne. Die Vocal-Performance sitzt, der Beat treibt wie der Kaffee am Morgen und der Refrain ist catchy. Dabei passt der eher traurige Text kaum zum upbeat Song. Macht aber nichts, die junge Londonerin weiß auch so zu überzeugen, hoffentlich bald mit einem ganzen Debütalbum.

Jade Bird – Open Up The Heavens

Nur zwei Tage bevor sie die Aufnahmen zu ihrem kommenden zweiten Album beendet hatte, kam Jade Bird die Idee zu ihrem neuen Song „Open Up The Heavens“. Kurzfristig wurden noch einmal alle ins Studio zurückgerufen und Jade nahm den Song auf, der jetzt zu ihrem Lieblingstrack auf dem neuen Album geworden ist. „I’d heard stories about the last song you write for a record being the best,“ erklärt sie in einem Statement. Inhaltlich ist der Song weit weniger positiv. Sie singt davon, immer wieder im Regen zu stehen, selbst wenn eigentlich die Sonne scheint.

Wolf Alice – The Last Man On Earth

Fast flüsternd singt Ellie Rowsell die ersten Takte von „The Last Man On Earth“. Gemeinsam mit ihrer Band Wolf Alice schaut sie auf beachtliche musikalische Erfolge zurück – inklusive Grammy-Nominierung und Gewinn des renommierten britischen Mercury-Musikpreises. „The Last Man On Earth“ ist die erste Single des neuen Albums und schraubt die (bei Wolf Alice ohnehin hohe) Messlatte noch ein bisschen höher. Die anfängliche Ballade nimmt die Hörenden mit auf eine musikalische Reise in überraschende und erfrischende Klangsphären, die sich lohnt. Am 11. Juni 2021 erscheint der Langspieler „Blue Weekend“.

Chai – Maybe Chocolate Chips (feat. Ric Wilson)

Aufmerksame Chai-Hörende werden beim Titel der neuen Single schmunzeln. „Maybe Chocolate Chips“ ist nicht der erste Songtitel in ihrer Diskografie, in dem eine (meist süße) Speise vorkommt. Allerdings geht es den vier Japanerinnen um mehr als kulinarische Guilty Pleasures. Wie viele ihrer Songs handelt „Maybe Chocolate Chips“ von Selbstliebe – statt Schokokekse besingt das energetische Quartett Leberflecken, auf die sie stolz sind. Klanglich kommt der Track mit viel Druck daher und liegt irgendwo zwischen Synthpop und LoFi. Das Gastspiel von US-Rapper Ric Wilson rundet den Track ab. Das neue Album „Wink“ von Chai erscheint am 21. Mai 2021.

Die Kerzen – Für Immer

Falls ihr nach einem Karaoke-Bar Substitut sucht, könnt ihr eure Suche mit dem neuen Video von Die Kerzen für beendet erklären. Die verhallte Johnny Marr-Gedächtnisgitarre und die 80er Jahre-Ästhetik fassen „Für Immer“ schon ganz gut zusammen oder eben „Powerpop-Knüller“ wie die Berliner Band ihren neuen Song selbst nennt. Ein neues Album soll laut facebook-Seite der Band in naher Zukunft aufgenommen und auch veröffentlicht werden.

Alfie Templeman – Everybody’s Gonna Love Somebody

Die Nostalgiewelle rollt gerade so ein bisschen durch die Musiklandschaft, so auch bei Alfie Templeman. In seinem Musikvideo zu „Everybody’s Gonna Love Somebody“ fährt er mit einem Muppet in einem alten BMW durch die Wüste, macht mit ihm Polaroid-Fotos und sucht die verlorene Liebe des Muppets. Der Song selber klingt mit seinen Synthpop-Einlagen und den rhythmischen Gitarren auch schwer nach den 80er-Jahren. Alfie Templemans Mini-Album „Forever Isn’t Long Enough“ erscheint am 7. Mai.

Alice Phoebe Lou – Dirty Mouth

Alice Phoebe Lou ist alles andere als eine stereotypische Künstlerin. Die südafrikanische Singer-Songwriterin wohnt seit 2013 in Berlin und spielt ihr Songs nicht nur auf ihren Konzerten, sondern auch lange nach der Veröffentlichung ihrer ersten Alben noch auf der Straße. Außerdem will sie sich nicht auf einen dauerhaften Plattenvertrag festlegen, um ihre Musik nicht kommerziell zu machen. Mit „Dirty Mouth“ hat Alice Phoebe Lou jetzt den zweiten Song aus ihrem kommenden Album „Glow“ releast. Sie selbst beschreibt den Song als „Upbeat-Punk-Banger mit einer Badass-Attitüde, der dich anfleht, nackt in deinem Zimmer zu tanzen und herauszuschreien, was du wirklich fühlst“. Sie singt von ihren Gefühlen und von all jenen, die ihr wehgetan haben, aber jetzt keine Macht mehr über ihr Leben haben. Das Musikvideo zu „Dirty Mouth“ hat sie selbst in ihrer Heimatstadt Kommetjie in Südafrika gedreht.

Blanks – What You Do To Me

In seiner neuen Single nebst Musikvideo „What You Do To Me“ schafft es Simon de Witt alias Blanks, sich seine eigene Freundin auszuspannen. Muss man auch erst mal hinkriegen. Daneben besticht „What You Do To Me“ durch 80s-Synthies, die poppigsten Hooks auf diesem Erdenrund und den jugendlichen Charme des Künstlers selbst. Ob bald ein Album des jungen Groningers erscheint, steht in den Sternen. Was aber schon erschienen ist, ist ein 30-minütiges Lehrvideo, wo euch Simon die Eigenheiten der Songproduktion erklärt.

EUT – What Gives You The Kicks

Ich weiß ja nicht, was euch so die Kicks gibt, aber bei uns ist es auf jeden Fall die niederländische Indierock-Band EUT. Die mixt auf ihrer neuen Single „What Gives You The Kicks“ ein paar Dandy Warhols-Referenzen mit ein paar ulkigen Blur-Soundschnipseln und fertig ist ein sonniger Indierocksong. Das zugehörige Video boxt sich konsequent durch die dreieinhalb Minuten, ähnlich wie das Cover zu „Party Times“, (dem neuen Album der Band), das stilecht einen Mund (ohne Maske!!!) mit einem abgebrochenen Zahn zeigt.

Jeremias – Nie ankommen

Alm oder Strand? Für Jeremias lautet die Antwort: Beides! Für den Dreh ihres neue Musikvideos zu sind die vier Jungs sowohl ans Meer als auch in die Berge gefahren. Herausgekommen ist ein Urlaubsvideo, das trotz der verschiedenen Szenerien stimmig wirkt. Auch musikalisch träumen sich die Hannoveraner in „Nie ankommen“ in die Ferne. Die erste Single des Jahres der aufstrebenden Band handelt davon, aus dem monotonen Alltags- und Lockdown-Trott auszubrechen und auf eine Reise zu gehen. Jeremias verstehen es, nachdenkliche deutschsprachige Musik zu machen, die nicht kitschig wirkt.

Slowthai – Terms (feat. Denzel Curry & Dominic Fike)

Eigentlich benennen Künstler*innen ihre Alben oft nur dann nach sich selbst, wenn sie was sehr Persönliches erzählen wollen. Aber macht das auch bei einem Rapper aus UK Sinn, der eigentlich für brachiale, aggressive Raps bekannt ist? Ja, das tut es! Das Album „TYRON“ (Slowthais echter Name; Slowthai ist ein alter Spitzname von Tyron) reflektiert nämlich viele düstere Kapitel des Lebens von Slowthai. Es geht um falsche Einflüsse im Freundeskreis, um seinen verstorbenen Bruder (wie Slowthai auf Insta bestätigt hat) und um ein Lob auf das britische Gesundheitssystem NHS angesichts der Corona-Pandemie. Slowthai, der 2020 zwar ein paar Skandale produziert hat, die aber alle aus der Welt geschafft werden konnten, scheint reumütiger geworden zu sein; nachdenklicher. So wirkt auch der Song „Terms“, den wir als einen der besten vom Album sehen und deshalb etwas öfter spielen. „Terms“ eröffnet eine Nachdenklichkeit, eine ungewohnte Ruhe, die unter anderem durch den smoothen Gesang von Feature-Gast Dominic Fike mitgetragen wird. „Terms“ zeigt: Auch Rapper*innen können ihre nachdenkliche Seite zeigen ohne Coolness zu verlieren. „TYRON“ ist ein Reinhören wert!

Eau Rouge – Saturation

Ist das die nächste deutsche Indie-Sensation? Die Band Eau Rouge scheint jedenfalls darauf hin zu arbeiten. Ihr letzter Song „I Know That You Know“ war in 14 Ländern bereits mit Radio-Plays vertreten. In den deutschen Radiocharts für Hochschulradios war der Song auch sehr prominent platziert. An und für sich also ein guter Baustein für den Anfang, zumal ein Album später dieses Jahr noch kommen soll. Darauf baut auch der neue Song „Saturation“ auf. Schwungvolle Gitarren mit Lebensfreude revolutionieren zwar nicht den Indie, schaffen aber definitiv ein gutes, vertrautes Gefühl, das das Mitsingen erleichtert!

Roller Derby – Can’t See You

„Can’t See You“ – Diese Aussage wird im Musikvideo zum gleichnamigen Song der Hamburger Band Roller Derby sehr wörtlich genommen. Dort verbinden sich die beiden Protagonistinnen die Augen und rennen über einen Strand. Das Video ist der letzte Teil einer Trilogie von Musikvideos, die neben diesem Song auch aus den Liedern „I Wish“ und „Flying High“ besteht. Der Song kommt sehr verträumt daher, was auch am wunderbaren Gesang der Frontfrau Philine Meyer liegt. Auch die Syntheinlagen und die sanften Gitarren tragen sehr zum Dreampop-Sound bei.

SG Lewis – One More (feat. Nile Rodgers)

Zwar haben Daft Punk diese Woche ihre Trennung bekanntgegeben, der Electro-Funk-Sound lebt aber weiter. Zum Beispiel in Person von SG Lewis: Der Brite dürfte sich mittlerweile an die Zusammenarbeit mit Musikgrößen gewöhnt haben. Dennoch ist es sehr wahrscheinlich, dass er auf seine jüngste Kollaboration ganz besonders stolz ist. Für seine neue Single „One More“ arbeitete der 26-jährige mit der Musiklegende Nile Rodgers zusammen. Klanglich bestimmt den Song SG Lewis‘ gutgelaunter Disco-Sound und natürlich Nile Rodgers‘ Funk-Gitarre.

Edwin Rosen – Leichter//Kälter

Ja, retro ist schwer in Mode. Ja, wir haben bereits viele 80er/90er-Synthies in Songs gehört – auch in deutschsprachigen Songs. Aber so offensichtlich wie der deutsche Newcomer Edwin Rosen hat schon lange niemand mehr die Neue Deutsche Welle zelebriert. Über Edwin Rosen selbst ist wenig bekannt. Mit seinem Song „1119“ hat er Ende 2020 erste Tastemaker*innen von sich überzeugen können. Mit seinem neuen Track „Leichter//Kälter“ deutet sich aber an, dass hier vielleicht ein neuer „Star-In-The-Making“ ist. Aus dem Nichts hat Rosen bei Spotify für „Leichter//Kälter“ nämlich schon 2 Millionen Streams in wenigen Tagen bekommen. Soundmäßig besticht Edwin Rosen dabei vor allem durch einen sehr melancholisch-kalten Wave-Sound, der über uns hinein bricht, aber stark von Sehnsucht getränkt ist. Getragen von den 80er-Synthies entsteht mit „Leichter//Kälter“ ein Song, der sich sofort in die Gehörgänge fräst. Deutschsprachige Retromusik klang lange nicht mehr so fresh.

Roosevelt – See You Again

Von einem Clubbesuch inspiriert ist Roosevelts Song „See You Again“ aus seinem neuen Album „Polydans“, und das merkt man deutlich. Der synthpoppige Sound des Songs sorgt dafür, dass er sich perfekt dafür eignet, die Alltagssorgen vor allem in Zeiten von Corona einfach zu vergessen. Roosevelts neues Album „Polydans“ ist seit 26. Februar draußen und am 4. Oktober kommt er voraussichtlich ins Carlswerk nach Köln.

Biig Piig – Cuenta Lo

Mit bilingualem Pop konnten in den letzten Jahren Acts wie Sofi Tukker ein großes Publikum für sich gewinnen. Auch die Newcomerin Biig Piig ist in ihren Songs zweisprachig unterwegs, nämlich auf Englisch und Spanisch. Das liegt daran, dass die Künstlerin zwar in Irland geboren wurde, lange Zeit aber in Spanien gelebt hat. Inzwischen verfolgt sie von London aus ihre Musikkarriere, aktuell mit der Beat-starken Single „Cuenta Lo“.

Death From Above 1979 – One + One

Death From Above 1979 sind zurück mit ihrer neuen Single „One + One“ und der Ankündigung ihres vierten Studioalbums „Is 4 Lovers“, welches am 26. März releast werden soll. In ihrem Sound sind sich die beiden kanadischen Musiker treu geblieben; reduziert auf die wichtigsten Instrumente machen sie auch weiterhin soliden Alternative Rock. „One + One“ ist eindeutig ein Liebeslied. Sänger und Schlagzeuger Sebastien Grainger hat es geschrieben als seine Frau mit ihrem gemeinsamen Kind schwanger war. Das hört man besonders im Refrain: „One plus one is three that’s magic!“

Ben Howard – Crowhurst’s Meme

Nachdem Ben Howard seinen Song „Crowhurst’s Meme“ schon im Dezember für kurze Zeit (vermutlich unabsichtlich) veröffentlicht hatte, ist sie jetzt auch offiziell releast worden. Sie ist die zweite Single zum neuen Album, dass am 26. März erscheinen soll. Die Sounds und Instrumente im Song verschwimmen zu einer Art Klangteppich, der mit der Zeit immer dichter wird. Inspirieren ließ sich Howard nach eigener Aussage von einem Gitarrenriff, welches er im Kopf immer mit der Geschichte von Donald Crowhurst verbunden hat. Crowhurst war ein Geschäftsmann und unerfahrenen Hobbysegler, der bei einem Segelrennen um die Welt ums Leben kam und damit in die Geschichte einging.

Eloise – Hungover

Liebeskummer kann sich so anfühlen als sei man verkatert. Das sagt zumindest die Erfahrung der britischen Künstlerin Eloise, präsentiert in ihrer aktuellen Single „Hungover“. Auf Social Media ist Eloise meistens als klassische Singer-Songwriterin zu sehen – ausgestattet nur mit Akustikgitarre und ihrer Stimme. In „Hungover“ ist die Instrumentierung mit Drums, Synthie und Gitarre zwar etwas ausgebauter; Eloise‘ Stimme steht aber weiterhin im Vordergrund des Arrangements.