brandneu auf der [97.1] – die songs im porträt
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brandneu auf der [97.1] – die songs im porträt

Jede Woche bringt euch hochschulradio düsseldorf neue Musik in euer Radio. Wir spielen für euch sowohl die angesagteste Musik aus dem Kosmos der Alternativ-Szene als auch die besten Newcomer und Geheimtipps. Damit ihr auch wisst wer die Künstler und Künstlerinnen hinter den Songs sind, die wir zurzeit häufiger spielen, wollen wir euch hier unsere allerneusten Songs etwas näher vorstellen. Die restlichen Songs, die momentan häufiger laufen (auch Rotation genannt), seht ihr HIER.

 

Jungle – Smile

 

Manche Genres sind wirklich zeitlos. Aber ist Soul auch wirklich „For Ever“? Diese Frage erörtert das britische Electro-Soul Kollektiv Jungle auf dem neuen Album For Ever. Eigentlich aus London sind die beiden Köpfe der Band jetzt nach Los Angeles gezogen und haben dort auch viel Arbeit in das Album reingesteckt. Heraus gekommen ist ein Album was vor Motown nur so trieft. Es kanalisiert die Geschichte des Souls und bindet ihn gleichzeitig hervorragend in den modernen Kontext. Am meisten überzeugt hat uns neben den Singles der Albumopener Smile.

 

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Sleaford Mods – Gallows Hill

 

Die Queen, Fish & Chips und die Sleaford Mods. Britischer als das Electro-Rap-Punk Duo aus Nottingham geht aus kaum. Das liegt im besonderem an dem starken britischen Akzent in den Songs. Seit kurzem gibt es jetzt eine neue selbstbetitelte EP der beiden. Darauf zu hören ist auch der Song Gallows Hill. Jason Williamson spuckt dort auf simplen und tighten Beats wieder gallige Raps über die englische Arbeiterklasse in die Atmosphäre. Auf eine krude Art und Weise sind diese genervt wirkenden und aggressiven Songs immer eingängig.

 

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Leoniden – Alone

 

Leoniden aus Kiel erreichen ungeahnte Höhen – sowohl in der Musik als auch im Erfolg. Einerseits zeigt das der Falsettgesang in ihrer neuen Single „Alone“, andererseits die Tatsache, dass ihr geplantes Konzert in Köln Anfang Dezember schon jetzt ausverkauft ist. Ein Ergänzungstermin ist für Februar geplant. Dazwischen erscheint am 26. Oktober außerdem ihr zweites Album „Again“.

 

 

Oh Pep! – What’s The Deal With David

 

Nein, Oh Pep! sind nicht der Pep-Guardiola Gedächtnischor. Der Fußball-Trainer von Manchester City hat mit dem australischen Duo nichts zu tun. Vielmehr steht Oh Pep für die Vornamen von Sängerin und Gitarristin Olivia Hally und Pepita Emmerichs, die Violine und Mandoline spielt. Daraus lässt sich natürlich auch der Stil erkennen: Folkpop mit leichtem Indie-Einschlag. Mehr hören wir dann am 26. Oktober. Da kommt das 2. Album der Band „I Wasn’t Only Thinking About You“ raus.

 

 

The Blinders – Brave New World

 

Aldous Huxleys Roman „Brave New World“ inspiriert momentan nicht nur die Heine-Uni im Projekt Heine Meets Huxley. Auch die britische Newcomerband The Blinders orientiert sich im Titel ihrer aktuellen Single an Huxleys Werk. Der dazugehörige Sound der Band aus Manchester erinnert unter anderem an die britischen Rock-Newcomer The Amazons aus dem letzten Jahr

 

 

Paul Smith – Silver Rabbit

 

Beim ersten Hören reibt man sich noch die Ohren und wundert sich, ob Maximo Park schon wieder ein neues Album veröffentlicht haben. Dieses mal ist es aber ihr Frontmann, Paul Smith. Der hat nämlich eine Solosingle herausgebracht. Silver Rabbit glänzt mit simplen Rockgitarren, Dynamik und treibendem Schlagzeug. Dabei hat diese Single genau den Einfallsreichtum, den die Hauptband vom charismatischen Melonenträger in den letzten Jahren vermissen ließ.

 

 

lilly among clouds – Wasting My Time

 

Gefühlvolle Popmusik aus Deutschland geht auch ohne abgegriffene Texte und Melodien. Die Songs von lilly among clouds wirken immer sehr frisch, aufgeräumt aber trotzdem emotional. Wasting My Time setzt das fort und soll schon aus einem neuen Album kommen.  In den letzten Monaten sollte dafür aber eigentlich wenig Zeit gewesen sein. Lilly (urspünglich aus Würzburg) war nämlich die ganze Zeit unterwegs auf Tour und wird auch bald wieder unterwegs sein #fleißig

 

 

Nothing But Thieves – Forever & Ever More

 

Broken Machine ist das zweite Album der britischen Rockband Nothing But Thieves und eigentlich noch gar nicht so alt. Und dann schon wieder neue Musik? Ja, das ergibt alles Sinn. Nothing But Thieves scheinen nämlich noch was übrig zu haben. Am 19. Oktober bringen sie eine EP mit einigen neuen Tracks raus. Darauf ist auch Forever & Ever More zu finden, der auf dem Reading & Leeds Festival quasi veröffentlicht wurde. Ein Song mit klassischem Liebestext, der stilistisch auch von den Queens of The Stone Age hätte kommen können.

 

 

OK KID – Lügenhits

 

OK KID aus Gießen und Köln sind bekannt dafür zu polarisieren (siehe Gute Menschen vom letzten Album Zwei). Auch der neue Song „Lügenhits“ aus dem kommenden Album „Sensation“ ist politisch gehalten und schießt sich augenscheinlich auf die deutsche Musikszene ein. Das Video ist dabei im Stil einer Dokumentation gehalten und erinnert schwer an einige politische Bewegungen. Dabei wirft es wichtige Fragen im politischen und musikalischen Kontext auf.

 

 

Tash Sultana – Free Mind

 

And now to something completely different… könnte man jedenfalls meinen. Die Musik der australischen Songwriterin Tash Sultana scheint für jegliche Augenblicke zu passen. Ihre Musik ist immer von einer Lässigkeit gekennzeichnet, die sowohl zum Entspannen in der Sonne, aber auch zum Einkuscheln in der Decke einlädt. Musikalisch hat Tash Sultana jedenfalls einiges drauf. Sie spielt knapp ein halbes Dutzend Instrumente und mixt diese auf der Bühne auch mal mit einer Loopstation. Eine wahre Do-It-Yourself Künstlerin. Auf ihrem Ende August erschienenen Debütalbum Flow State könnt ihr euch mehr von ihr überzeugen. Da findet ihr z.B. auch die neue Single Free Mind.

 

 

Muse – The Dark Side

 

Ein futuristisches Video mit 80s Touch, Überschall und ganz viel dunklen Mächten: im Video zur neuen Single der Rock-Legenden von Muse sehen wir Sänger Matt Bellamy in einer Landschaft, die schwer an Mordor erinnert. Ja, Muse mögen den Epos, sind aber auch eine der wenigen, die es wirklich können! Zuletzt waren Fans etwas in Sorge, weil die neuen Songs etwas poppiger waren. „The Dark Side“ greift aber wieder klassische Rockriffs auf und erinnert teils an das 2012er Album „The 2nd Law“, das ähnliche Musik-Thematiken verwendet. Wie die restlichen Songs klingen, erfahren wir am 9. November. Dann erscheint das neue Album „Simulation Theory“.

 

 

Sluff – Deep Blue

 

Wer häufiger im Progressive-Rock oder Post-Punk Bereich unterwegs ist, wird sicher schon etwas von der österreichischen Band Mile Me Deaf gehört haben. Die sind schon seit einigen Jahren in der Szene bekannt und eine der Hauptacts auf dem Label Siluh. Da formiert sich jetzt aber auch eine neue Gruppe, die der Band Konkurrenz machen dürfte. Auf ihrem Debütalbum macht die Band Sluff nämlich ziemlich krachigen, aber trotzdem sauberen Rock, der irgendwo zwischen Interpol, Protomartyr und Die Nerven einzuordnen ist.