brandneu auf der [97.1] – der blog
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brandneu auf der [97.1] – der blog

Jede Woche bringt hochschulradio düsseldorf neue Musik in euer Radio. Wir spielen für euch sowohl die angesagteste Musik aus dem Kosmos der Alternativ-Szene als auch die besten Newcomer und Geheimtipps. Damit ihr auch wisst wer die Künstler und Künstlerinnen sind, die wir zurzeit häufiger spielen, präsentieren wir euch hier im brandneu-blog die Hintergründe zu unseren neusten Songs im Programm. Die restlichen Songs, die momentan häufiger laufen (auch Rotation genannt), seht ihr HIER.

Sam Fender – Hypersonic Missiles

Ob Stratocaster oder Telecaster — Sam Fender weiß mit Gitarren umzugehen. Das zeigt auch seine neue Single „Hypersonic Missiles”, ein hauptsächlich von E-Gitarre und Drums vorangetriebener Track mit Kracher-Refrain. Der 22-jährige Singer-Songwriter aus England macht also weiterhin Hoffnung auf ein eventuelles Debütalbum in diesem Jahr. Übrigens spielt Sam Fender tatsächlich am liebsten die gleichnamigen Gitarren: In seinen Live-Videos sieht man ihn unter anderem mit Jazzmaster und Stratocaster auf der Bühne stehen. 

Two Door Cinema Club – Talk

Der neue Song „Talk“ von Two Door Cinema Club legt die Betonung bei Indie-Disko auf Disko. Die nordirische Band ist dabei so poppig wie immer und beschert einen neuen Ohrwurm, der sich mit (Indie)-Diskobeat in die Gehörgänge fräst. Was sich nicht geändert hat, sind die Videos von Two Door Cinema Club. Die sind nach wie vor perfekt durchchoreographiert und im positivsten Sinne etwas absurd.

Alex Lahey – Don’t Be So Hard On Yourself

„Hey, sei nicht so hart zu dir selbst…”, irgendwoher kennen wir diese Zeile. Dieser Song hier stammt allerdings nicht von Andreas Bourani, sondern von der australischen Alternative-Rockerin Alex Lahey. Die steht kurz vor der Veröffentlichung ihres zweiten Albums „The Best of Luck Club”, welches am 17. Mai erscheinen soll. Vorab gibt’s die Hauptsingle „Don’t Be So Hard On Yourself” zu hören, ein energetischer Gitarrenkracher mit ansteckendem Chorus. Und: Das coole Saxofonsolo wird tatsächlich von Alex Lahey selbst gespielt!

Kakkmaddafakka – Runaway Girl

Es gibt Sachen, die ändern sich nie: Ein Fußball ist rund, die Regelstudienzeit nur eine Empfehlungsangabe und Kakkmaddafakka machen tanzbaren Indie-Pop. Zuletzt hatte die Band aus dem norwegischen Bergen allerdings einen etwas nachdenklicheren Kurs eingeschlagen. Der setzt sich auch auf  dem neuen Album „Diplomacy“ fort, dass am 22. März veröffentlicht wird. Überraschend ist dabei, dass Kakkmaddafakka noch ein wenig reifer wirken. Das liegt vielleicht daran, dass das Album laut der Band persönlicher sei als die bisherigen Werke. Dennoch vereinen viele Songs den gewohnt-eingängigen Refrain und Indie-Pop-Beats früherer Tage mit tollen melancholisch anmutenden Text. Anspieltipp: Der neue Song „Runaway Girl“ als ein Hybrid dieser Welten auf dem Album.

Novaa – HMLTM

„HMLTM“ klingt erstmal wie ein Songtitel aus Buchstaben, die beim Scrabble übrig geblieben sind, hat aber für die Berliner Sängerin Novaa einen ernsten Hintergrund. Denn Hintergrund war eigenen Aussagen zufolge ihre Bulimie-Erkrankung zu Teenager-Zeiten. Laut ihrer Promo-Agentur sagt Novaa dazu: „HMLTM zu schreiben war wichtig für mich, da es mir geholfen hat zu erkennen, wie ich meinen Körper und seine Bedürfnisse liebevoll und achtsam behandle“. In „HMLTM“ gehe es deshalb auch um die Intimität mit einem anderen Menschen. Musikalisch baut Novaa eine Klangkulisse zwischen geheimnisvoll, wabernder Elektropop-Aura und zärtlicher Romantik. Von Novaa sollten wir in der Zukunft ohnehin noch mehr hören: Im April kommt ihr Debütalbum und Festivaltermine bei der c/o pop oder dem Maifeld Derby sind auch schon eingetütet!

LEIDER NOCH KEIN OFFIZIELLES VIDEO VERFÜGBAR

The Head And The Heart – Missed Connection

Das sind ja mal ganz neue Töne von The Head and the Heart! Die Folk-Rock-Band aus Seattle wagt sich mit ihrer neuen Single „Missed Connection” in Synth-Pop-Gefilde vor, bleibt aber den verträumten Lyrics und großen Melodien treu. Die Single gibt den Ton für das kommende vierte Album „Living Mirage” an: Ein Neuanfang nach der (freundschaftlichen) Trennung von Gründungsmitglied Josiah Johnson im Jahr 2016. Die Platte erscheint am 17. Mai, aber Fans haben schon vorher die Gelegenheit, die neuen Songs in einem Facebook-Livestream der Band zum ersten Mal zu hören. 

Little Simz – Offence

Wenn jemand den chirurgisch-präzisen Rap-Flow von Kendrick Lamar mit Old-School 90s-Beats verbindet, dann muss man zwangsläufig aufmerksam werden. Die Rapperin Little Simz hat inzwischen mehr als nur Aufmerksamkeit. Mit ihrem Album „Grey Area“ gilt sie als „The Next Big Thing“ im Hip-Hop. Einer der Songs, die am meisten hervor stechen, ist „Offence“, der mit catchy Funkbeats und cleveren Texten überzeugt. Kleiner Fun-Fact zum Video: Co-Regie hat Josh Lloyd-Watson von der Band Jungle geführt!

The Black Keys – Lo/Hi

So interessant die ganzen Nebenprojekte der Black Keys auch sind, ein bisschen haben wir Pat Carney und Dan Auerbach schon vermisst. Die beiden Männer aus Ohio müssen inzwischen zwar nichts mehr beweisen, aber sie machen es trotzdem. Das neue Lied „Lo/Hi“ ist typisch Black Keys; Klassischer Bluesrock mit catchy Refrains und darüber die sexy Stimme von Dan Auerbach. Ob die Single Teil eines geplanten Albums ist, lassen die Black Keys (bisher) offen.

Slide – Floating

Ob Slide wohl Fans von twenty one pilots sind? Der Refrain ihres aktuellen Songs „Floating“ legt das auf jeden Fall nahe. Sein Refrain erinnert nämlich verdächtig an twenty one pilots‘ Hit „Stressed Out“. Die Ähnlichkeiten hören hier nicht auf: Genau wie twenty one pilots sind Slide ein Duo. Unterschiede gibt es aber auch: Statt twenty one pilots Emo-Pop gehen Slide eher in Richtung Indierock.

Von Wegen Lisbeth – Lieferandomann

Von Wegen Lisbeth liefern zuverlässig zeitgeistige Indie Ohrwürmer; auch ohne Bestellung. Nicht anders ist das bei der neuen Single „Lieferandomann“. Ungewöhnliche Instrumente und eingängige Zeilen haben auch auf „Lieferandomann“ ihren Platz und funktionieren ziemlich gut. An neuem Album haben die Lisbeths auch gearbeitet. Das wird am 3. Mai veröffentlicht und trägt den Titel „sweetlilly93@hotmail.com“ (ohne Witz!).

Nick Murphy – Sanity

Die Metamorphose des Chet Fakers scheint abgeschlossen. Nach der Umbenennung in seinen bürgerlichen Namen Nick Murphy nimmt der Soul-Pop Virtuose jetzt auch unter seinem neuen alten Namen ein Album auf. „Run Fast Sleep Naked“ kommt am 26. April raus und verspricht im Vergleich zu früheren Werken eine leichte Abkehr; zu sehen in der Single „Sanity“. Groove und Coolness sind noch da, werden aber deutlich poppiger. Ein zweites „Talk Is Cheap“ ist erstmal nicht zu erwarten.

San Mei – Heaven

Ein bisschen erinnert das Setting an eine High School-Romanze: Im Video zu San Meis „Heaven“ werfen die Sängerin und ein potentielles Date sich in einem China-Restaurant hingebungsvolle Blicke zu. Besungen wird das Ganze mit himmlischen Gefühlen und zuckersüßem Poprock.