brandneu auf der [97.1] – die songs im porträt
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brandneu auf der [97.1] – die songs im porträt

Jede Woche bringt euch hochschulradio düsseldorf neue Musik in euer Radio. Wir spielen für euch sowohl die angesagteste Musik aus dem Kosmos der Alternativ-Szene als auch die besten Newcomer und Geheimtipps. Damit ihr auch wisst wer die Künstler und Künstlerinnen hinter den Songs sind, die wir zurzeit häufiger spielen, wollen wir euch hier unsere allerneusten Songs etwas näher vorstellen. Die restlichen Songs, die momentan häufiger laufen (auch Rotation genannt), seht ihr HIER.

 

Jungle – Beat 54

 

Was macht einen Song zu einem guten Song? Das muss jede Person für sich entscheiden, aber ein richtig guter Beat ist da sicher hilfreich. Die Pop-Electrosoul Band Jungle ist da sicherlich ein wahrer Meister drin! Ihr zweites Album „For Ever“ dürfte bereits jetzt auf manchen Longlists für die Alben des Jahres 2018 stehen. Immerhin gab es bereits ordentliche Kopfnicker zu hören davon wie z.B „Heavy, California“. „Beat 54“, die neueste Single, schließt sich da nahtlos mit seinem zeitlosen Soul und Funk an und dürfte vor allem Gamerinnen und Gamern des Spiels FIFA 19 ein Begriff sein. Der Song ist nämlich auf dem Soundtrack zu finden!

 

 

Matt Corby – New Day Coming

 

Vom Castingstar zum Indie-Musiker: Im Alter von 16 Jahren hat der australische Musiker Matt Corby an der Castingshow Australian Idol teilgenommen – eine Erfahrung die ihn vor einige musikalische Identitätsfragen gestellt hat. Mehr als zehn Jahre später hat er seinen Weg in einer Mischung aus Folk, Funk und Soul gefunden. Das zeigt unter anderem der Song „New Day Coming“ aus seinem aktuellen zweiten Album „Rainbow Valley“.

 

 

Faces On TV – Call Me Up

 

Gesichter im Fernsehen sind in der Regel sehr zweidimensional, nicht so die Musik von Faces On TV. Hinter diesem Namen versteckt sich ein junger Belgier mit dem Namen Jasper Maekelberg. Mit „Night Funeral“ hat Faces On TV schon im Frühling sein Debütalbum, das portisheadeskes „Night Funeral“, veröffentlicht. Darauf sind psychedelische Klänge in Kombination mit Elektro-Sounds auszumachen. Das alles passt sehr gut zusammen und ergibt eine entspannte Mischung.

 

 

The 1975 – It’s Not Living (If It’s Not With You)

 

Einen kurzen Einblick und Kommentar zu Online-Beziehungen wird The 1975 erst Ende November auf den Markt bringen. Dann kommt nämlich ihr lang erwartetes Album „A Brief Inquiry Into Online Relationships“ auf den Markt. Die Popband um Frontmann Matt Healy hat aber für den November jetzt noch einmal mit ihrer neuen Single sinnbildlich gesprochen einen letzten Appetizer oder Teaser-Video veröffentlicht. „It’s Not Living (If It’s Not With You)“ klingt manchmal ein wenig schmachtend, manchmal sogar wie ein bekannter 80s-Song und könnte eigentlich direkt aus einem netten Online-Flirt von frisch Verliebten gezogen sein. Im Gegensatz zur letzten Single ist das wieder mehr der bekannte 1975-Sound.

 

 

Jade Bird – Love Has All Been Done Before

 

Wie ein Vogel zwitschert sie nicht gerade: Auch wenn „Love Has All Been Done Before“, der aktuelle Song der Britin Jade Bird, mit Akustikgitarren und sorglos-melodiösem Gesang beginnt, zeigt sich im Refrain schnell eine rauere, rockigere Seite. Dafür bekommt Jade Bird nicht nur in unserer Playlist einen Platz. Sogar die BBC krönte „Love Has All Been Done Before“ kürzlich als Hottest Record in the World.

 

 

Kid Simius – Livin‘ It Up

 

Kid Simius ist normalerweise als Produzent und DJ für Marteria bzw. Marsimoto bekannt. Mit seinem neuen Album möchte der Spanier das wahrscheinlich ändern. Mit der neuen Single „Livin‘ It Up“ funktioniert das schon recht gut. Tanzbarer Clubrhythmen, vereinzelte 80er-Gitarren und die radiotaugliche Stimme machen „Livin‘ It Up“ zu einem ersten Solo-Ausrufezeichen von Kid Simius.

 

 

Hinds – British Mind

 

Funktioniert eine britisch-spanische Fernbeziehung? Diese Frage scheint sich die spanische Band Hinds in ihrer neuen Single „British Mind“ zu stellen. Im Text zu „British Mind“ denken Hinds über die zukünftige Beziehung mit einer britischen Person nach – unterlegt von einem lo-fi Garage-Sound. „British Mind“ ist Hinds erster neuer Song seit ihrem zweiten Album „I Don’t Run“ vom Anfang des Jahres.

 

 

L.A. Salami – You’re Better Off Alone

 

Wenn bei euch zum Herbstblues aktuell noch Liebeskummer dazu kommt, kann die neue Single vom britischen Solokünster L.A. Salami vielleicht ein bisschen Zuversicht schaffen. „You’re Better Off Alone“ verkündet er nämlich in der Garage-Nummer. Der Song stammt aus L.A. Salamis zweitem Album „The City Of Bootmakers“, erschienen Anfang des Jahres.

 

 

Sam Fender – That Sound

 

Noch kein Album in Sicht, aber trotzdem schon erfolgreich – für den britischen Indierocker Sam Fender reicht schon eine EP, um durchzustarten. Nach „Dead Boys“ stößt er auch mit der neuen Single „That Sound“ auf viele offene Ohren. Wer mehr von Sam Fender hören möchte, kann Ende November persönlich bei ihm vorbeischauen. Am 30.11. ist Sam Fender nämlich im Arttheater in Köln zu Gast.

 

 

Du Blonde – Buddy

 

Beth Jean Houghton a.k.a. Du Blonde aus Newcastle ist eine Alleskönnerin. Animationen und Musik stehen auf ihrer Visitenkarte. Zu der kann sie bald das neue Album „Lung Bread For Daddy“ hinzufügen. Die neue Single Buddy steht dem Album schon recht gut. Darauf singt Du Blonde sehr tief und sehr verführerisch zu einer verzerrten, garagigen Bluesgitarre. Aber neben der Musik lohnt auch das Video, denn wer kann sonst mit 37 Packungen Spaghetti aufwarten?

 

 

Jessie Ware – Overtime

 

Kommt da doch bald was neues von Jessie Ware? Mitten aus dem Nichts heraus hat die 34-jährige Britin nämlich den neuen Song „Overtime“ auf den Markt geschmissen. Überraschend deshalb, weil ihr letztes Album erst 2017 erschienen ist und sie davor eine sehr lange Pause hatte. Und Jessie heizt die Debatten auch an. Sie sagt, dass „Overtime“ ein erster Geschmack von dem wäre was kommt. Musikalisch klingt das in „Overtime“ so: Weniger Pop, mehr RnB-Elektro wie es am Anfang ihrer Karriere schon war. Dazu passt auch, dass Overtime vom aufstrebenden DJ-Duo Bicep produziert wurde.

 

 

Kytes – Remedy

 

Deutscher Indie aus München hat sich selten so jugendlich und frisch angehört wie bei den Kytes mit „Remedy“. Trabende, aber weiche Drums, Uuhuus Chöre und unverzerrte Gitarren – Energische Indieliste abgehakt. Die D.I.Y listet wartet noch, denn erst im Januar veröffentlichen Kytes ihre neue EP. Die hört übrigens auf den gleichen Namen wie ihr neues, selbstgegründetes Label „Frisbee“.

 

 

Kafka Tamura – Month Of May

 

Haruki Murakami ist einer der bekanntesten Autoren Japans. Seit langem gilt er als Mitfavorit auf den Literaturnobelpreis. Er beeinflusst aber anscheinend sogar Bands. Das deutsch-englische Duo Kafka Tamura hat sich nämlich nach der Hauptfigur in Murakamis Roman „Kafka am Strand“ benannt. Musikalisch zeichnet sich die Band besonders durch sanfte und dichte Pop-Klangteppiche aus. Kafka Tamura schaffen es dabei träumerisches Ambiente OHNE klassische Elemente des Dreampop zu kreieren. Einen großen Verdienst dürfte sicher auch die wandelbare Stimme von Frontfrau Emma haben.

 

 

MØ – Mercy (feat. What So Not & Two Feet)

 

Der große Hit ist auf eine Art ein Segen, auf einer anderen aber auch ein Fluch. Bei der dänischen Sängerin MØ ist das zweifelsohne „Lean On“ von Major Lazer gewesen. Der Song gilt bis dato als einer der am meist gestreamten Songs ever. Lange Zeit ist MØ aus diesem Schatten nie so wirklich rausgetreten. Mit ihrem neuen Album „Forever Neverland“ scheint sie das aber zu schaffen. „Nostalgia“ und „Sun In Our Eyes“ (letzterer übrigens von Major Lazer-Mastermind Diplo produziert) sind dieses Jahr schon recht große Songs gewesen. Auf dem Album gibt es aber auch unentdeckte Perlen wie z.B. „Mercy“.

 

 

Thorsteinn Einarsson – Galaxy

 

Vielleicht sind Casting Shows doch zu was gut, wenn dabei so ein talentierter Musiker wie Thorsteinn Einarsson entsteht. Der österreichisch-isländische Musiker ist nämlich 2014 in der österreichischen Casting-Show „Die große Chance“ bekannt geworden. Da haben unter anderem bereits Conchita Wurst und die Rockband Kaiser Franz Josef teilgenommen. In der Gegenwart angekommen möchte Einarsson mit seiner neuen Single „Galaxy“ durch das Universum per Anhalter. Imagine Dragons bieten sich als Fahrer bestimmt an, denn in seinen euphorischeren Momenten erinnert Einarsson schon sehr an die Amerikaner. Das neue Album ist für 2019 angekündigt und heißt „Ingi“.