brandneu auf der [97.1] – der blog
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brandneu auf der [97.1] – der blog

Jede Woche bringt hochschulradio düsseldorf neue Musik in euer Radio. Wir spielen für euch sowohl die angesagteste Musik aus dem Kosmos der Alternativ-Szene als auch die besten Newcomer und Geheimtipps. Damit ihr auch wisst wer die Künstler und Künstlerinnen sind, die wir zurzeit häufiger spielen, präsentieren wir euch hier im brandneu-blog die Hintergründe zu unseren neusten Songs im Programm. Die restlichen Songs, die momentan häufiger laufen (auch Rotation genannt), seht ihr HIER.

Foals – Into The Surf

Nach den Rocknummern „The Runner“ und „Black Bull“ geht es in der neuen Single der Foals etwas ruhiger zu. Die E-Gitarren unterstützten mit viel Hall melancholische Klavier- und Gesangstöne. Unterm Strich soll das neue Album der Briten aber wie die ersten Singles eher härter und rocklastiger sein, so die Band in einem Interview mit dem NME. Das Album mit dem Titel „Everything Not Saved Will Be Lost – Part 2“ erscheint am 18. Oktober.

I’m Not A Blonde – Romantik Girl

Wenn Ihr auf dieses YouTube Video klickt, hat sich die Aufrufzahl von „Romantik Girl“ vermutlich um 25% erhöht. Die zwei Italienerinnen aus Mailand, die mit ihrem tanzbaren Indie Elektro Pop Rock auf jeden Fall unterhalten können, sind nämlich in der Szene noch ziemlich unbekannt. Zuletzt konnten I’m Not A Blonde vor allem auf dem Hamburger Reeperbahn Festival im September überzeugen. Anfang Oktober ist auch das neue Album „Under The Rug“ erschienen.

beabadobee – She Plays Bass

Rein namenstechnisch dürfte die Aussprache der 19-jährigen beabadobee nicht nur Radio-Moderatorinnen und Moderatoren ins Schwitzen bringen. Dabei spricht man den Namen aus wie man es liest: wie eine Lautmalerei. Beabadobee schwimmt gerade auf einer Welle des sogenannten Bedroom-Pops. Das bedeutet sie verbindet Popmusik absichtlich mit unterproduziert wirkenden, also Lo-Fi, Rock-Klängen und etwas Hall. Mit diesem Rezept hat dieses Jahr bereits die Amerikanerin Clairo überzeugt, auf dessen US-Tour beabadoobee gerade auch die Vorband spielt. Die aktuelle Single „She Plays Bass“ unterstreicht den Eindruck deutlich.

Psychedelic Porn Crumpets – Mundungus

Also faul sind die Australier von den Psychedelic Porn Crumpets auf keinen Fall. Erst diesen Frühling haben die Psychedelic-Rocker ihr Album mit dem eingängingen Titel „And Now For The Whatchamacallit“ veröffentlicht, da steht auch schon direkt die nächste Single in den Startlöchern. Der neue Song „Mundungus“ weicht dabei nicht weit von ihrer bisherigen Formel ab: eingängige Hooks, die verzerrte Stimme des Sängers im 70s Stil… Und überhaupt: alles wirkt sehr melodisch bei den Crumpets, aber mit ordentlich Elan und Spielfreude dahinter.

Ali Barter – Magoo

Nach ihrem Auftritt beim Reeperbahn Festival vor einigen Wochen, veröffentlich die Newcomerin Ali Barter am 18. Oktober nun ihr neues Album „Hello, I’m Doing My Best“. Auch wenn es sich dabei nicht um ihr Debüt handelt, gilt die australische Newcomerin in Deutschland noch als Geheimtipp. Mit der Einstellung, ihr Bestes zu tun, und ihrem Gitarren-Poprock könnte sich das aber bald ändern.

LEIDER NOCH KEIN OFFIZIELLES VIDEO ERHÄLTLICH

Caribou – Home

Electro-Liebhaber*innen werden den Namen Dan Snaith alias Caribou spätestens von seinen Genre-prägenden, opulent klingenden Klassikern wie „Odessa“ oder „Sun“ kennen. Caribous Markenzeichen ist dabei stets die Neuentdeckung von Soundelementen. Seine neue Single „Home“ führt diese Tradition weiter. Wer nämlich frühere basslastige Kopfnicker oder Effektspielereien erwartet, wird enttäuscht. „Home“ basiert auf einem 70s Soul-Sample und klingt dementsprechend stark nach Motown. Zu dieser Basis fügt er aber noch ein paar klackernde Rhythm-Beats hinzu.

The Japanese House – Something Has To Change

Anscheinend ist da noch etwas übrig gewesen bei The Japanese House alias Amber Bain. Anfang des Jahres hat die Elektropop-Künstlerin nämlich eigentlich bereits ein spannendes Album mit viel textlicher Tiefe veröffentlicht. Mit „Something Has To Change“ kommt jetzt aber ein ganz frischer Song raus, der eine neue EP ankündigt. Gewohnt leicht und samtig-anschmiegend singt Bain dort über das Gefühl, in einer Routine festzuhängen und dort nicht herauszukommen. Dieser Gegensatz aus Elektro-Dreampop und textlicher Tiefe macht The Japanese House zu einem sehr spannenden Act zurzeit. Die passende EP kommt im November.

The Ninth Wave – Human Behaviour

Mehrteilige Alben liegen momentan im Trend in der Alternative-Szene. Nachdem größere Bands wie The 1975 oder Foals ihre Albenzyklen in zwei Teile geteilt haben, orientieren sich auch Newcomerinnen und Newcomer an diesem Trend. Das tut auch die schottische Postpunk-Band The Ninth Wave. Im November erscheint die zweite Hälfte ihres Debütalbums „Infancy“. Als letzte Vorabsingle hat die Band den Track „Human Behaviour“ veröffentlicht.

Liza Anne – Devotion

Auch wenn sie bereits drei Alben veröffentlicht hat, gilt die amerikanische Musikerin Liza Anne in Europa noch eher als Geheimtipp. Dass dies sich aber bald ändern könnte, zeigt unter anderem ein Auftritt beim diesjährigen Reeperbahn Festival. Außerdem liefert Liza Anne mit „Devotion“ eine vielversprechende Single im Garage-Sound.

Pale Honey – Set Me Free

„We can headbang at 2040 bpm (bangs per minute) but you will never see it.” So beschreibt die schwedische Band Pale Honey sich selbst auf ihrer Facebook-Seite. Auch wenn die Band entgegen dieser Beschreibung keinen harten Rock macht, fordern der stetige Beckenakzent und das dunkle Rockriff des Songs „Set Me Free“ zumindest ein Kopfnicken heraus.

Cigarettes After Sex – Falling In Love

Kein Herbst oder Winter ohne die androgyne Stimme von Cigarettes After Sex-Frontmann Greg Gonzales. Zugegeben, ja: Die ruhigen Dreampop-Songs von Cigarettes After Sex scheinen auf den ersten Blick alle ziemlich ähnlich. Was die Band aber auszeichnet, ist das Erstellen von Atmosphäre. Auch die neue Single „Falling In Love“ schließt sich dort an mit dem warmen Gefühl einer Kuscheldecke, die sich beim Hören um einen legt. Laut Sänger Greg hat der Song auch selbst eine besondere Geschichte. Die Musik hätte er schon 2017 geschrieben, er hätte aber Probleme beim Texten gehabt. Erst durch ein prägendes Erlebnis mit seiner Freundin konnte er den Song dann zu Ende bringen. Das passende Album „Cry“ kommt übrigens am 25. Oktober raus. Einen Monat später spielen sie auch im Palladium in Köln.

Neufundland – Liebe

Kaum ein Thema ist in der Musik so beliebt wie die Liebe. Darüber gibt es sogar ganze Forschungen. Die Kölner Band Neufundland dreht das Thema aber nochmal etwas weiter. In ihrem neuen Song „Liebe“ geht es nämlich um die Probleme, Zwischenmenschlichkeit zu erfahren in Zeiten von ökonomischem Druck, allgegenwärtigen Werbeversprechen und Konsum. Laut der Plattenfirma wird den Song demnächst auch eine EP begleiten. Auf der sind neben „Liebe“ auch einige Livesessions bisheriger Lieder zu finden. Auf Tour sind Neufundland bald auch wieder in Düsseldorfer Kreisen: Am 16. November spielen sie im Gebäude 9 in Köln.