brandneu auf der [97.1] – der blog
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brandneu auf der [97.1] – der blog

Jede Woche bringt hochschulradio düsseldorf neue Musik in euer Radio. Wir spielen für euch sowohl die angesagteste Musik aus dem Kosmos der Alternativ-Szene als auch die besten Newcomer und Geheimtipps. Damit ihr auch wisst wer die Künstler und Künstlerinnen sind, die wir zurzeit häufiger spielen, präsentieren wir euch hier im brandneu-blog die Hintergründe zu unseren neusten Songs im Programm. Die restlichen Songs, die momentan häufiger laufen (auch Rotation genannt), seht ihr HIER.

The Raconteurs – Help Me Stranger

Was im Video am Anfang noch wie ein romantisches Liebeslied aus den 30ern klingt, überrascht Hörende umso mehr, wenn dann nach 30 Sekunden das eigentliche Indierock-Lied „Help Me Stranger“ beginnt. Obwohl The Raconteurs die vergangenen Jahre eine inaktive Phase hatten, ist „Help Me Stranger“ aber inzwischen schon das vierte Lied, das wir hören können, bevor das Album dazu veröffentlicht wird. Das kommt nämlich am 21. Juni raus und heißt, angehaucht vor der Leadsingle „Help Us Stranger“. Aber nicht nur ein bevorstehendes Album, sondern auch Konzerte in Köln und Berlin bietet die US-Amerikanische Band derzeit.

The S. L. P. – Favourites (feat. Little Simz)

Kasabian hatten als Indieband doch immer etwas für Hiphop Beats übrig. Da ist es null überraschend, dass Sergio Pizzornos (hauptberuflich Kasabian-Gitarrist) Soloprojekt sich etwas nach Rap anhört. Die erste Single des Soloalbums „Favourites“ unterstreicht dann nochmal die Hiphop-Affinität des Musikers, denn niemand anderes als die Londoner Rapperin Little Simz steuert ein Feature bei. Aber keine Angst, auch die Gitarren-Fraktion kommt ausgiebig zum Zug.

Two Door Cinema Club – Satellite

Ob Two Door Cinema Club Fans vom Eurovision Song Contest sind, ist nicht geklärt. Ihre aktuelle Single lässt aber die Vermutung aufkommen. Nur zwei Tage vor dem Musikevent veröffentlicht trägt der Song nämlich auch den gleichen Namen wie Lenas Siegtitel aus dem Jahr 2010: „Satellite“. Während der funky Elekropop sich von der typischen ESC-Musik absetzen würde, wären Two Door Cinema Club mit der abgespaceten Performance im Musikvideo dort gar nicht mal so fehl am Platz.

Die Höchste Eisenbahn – Job

Wir könnten es uns einfach machen und an dieser Stelle einen schlechten Wortwitz mit dem Sprichwort im Bandnamen machen. Das würde der lyrischen Qualität aber nicht gerecht werden. Denn das Pop-Quartett Die Höchste Eisenbahn stellt vor allem fein ausgearbeitete, persönliche Geschichten in den Mittelpunkt. Seien es tragische Beziehungsprobleme in „Raus Aufs Land“ oder die äußerst lustige Konfrontation mit dem Unbekannten in „Was machst du dann?“. Der neue Song „Job“ geht denselben Weg. Hier geht es um einen Fabrikarbeiter, der seine Fabrik, und damit seine Liebe, verliert.

Hatchie – Obsessed

Geradezu besessen von der australischen Sängerin Hatchie sind zurzeit viele Musikmagazine wie z.B. das renommierte Magazin „Pitchfork“. Sie sehen Hatchie als „Dream-Pop-Ikone von morgen“. Bis dahin ist noch ein weiter Weg, aber Hatchie zeigt definitiv das Potential. Ihre Musik vereint modernen Dreampop mit kräftigen Rockanteilen. Im Song „Obsessed“ kommt dazu auch noch ein feine 90er Jahre Retro-Prise hinzu. Mehr von Hatchie gibt es am 21. Juni. Dann kommt das Debütalbum „Keepsake“ raus.

Yuno – Sunlight

„Sunlight“ ist der neue Song vom US-amerikanischen Urban-Dreampop-Künstler Yuno. Wobei „neu“ hier relativ ist. Denn faktisch existiert der Song bereits seit 7 Jahren! Der Song sei laut Yuno ein Song über das Verlangen mit jemandem zu sein. Und genau das hat Yuno auf der aktuellen Tour wieder gespürt. Er habe zwar viele nette, neue Leute kennen gelernt, aber würde eben auch alte Freunde umso mehr vermissen. Das habe ihn dazu veranlasst „Sunlight“ neu aufzulegen und zu überarbeiten.

Interpol – Real Life

Fünf neue Songs haben Interpol mit ihrer neuen EP „A Fine Mess“ herausgebracht. Wobei neu in Anführungszeichen zu setzen ist, die Lieder stammen allesamt aus der Session des letzten Studioalbums „Marauder“. Auch deswegen versteht es sich fast von selbst, dass es hier düsteren Indie-Postpunk von den drei New Yorkern zu hören gibt. „Real Life“ ist der stärkste Song, der ordentlich nach vorne geht und mit repetitiven Riffs sowie der hypnotischen Stimme von Paul Banks punkten kann.

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Lime Cordiale – Inappropriate Behaviour

Ein bisschen Gesang, ein paar Gitarrenakkorde, Drums, zwei Brüder, die die Sonne aus Australien ins Tonstudio bringen: So klingt Lime Cordiales neues Lied „Inappropriate Behavior“. In einem Interview sagte Mitglied Oli bereits, dass er, seit sein Bruder ihm das Lied das erste Mal vorgespielt hat, ein riesiger Fan ist. Im kommenden September soll übrigens auch ein Album rauskommen, auf dem das neue Lied sein wird. Vorher, im Juli und August, spielen die zwei Brüder aber erst einmal in Europa, unter anderem in Köln, London und Amsterdam.

Warbly Jets – Propaganda

Während mit Bands wie Idles oder Shame in Großbritannien Musik mit politischen Texten gerade wieder im Aufschwung ist, setzten Warbly Jets diesen Trend in den USA fort. Inspiriert von Acts wie Noel Gallagher, erinnert der Sound und Gesangsstil von Warbly Jets zwar stark an die britischen Kollegen und Kolleginnen; tatsächlich stammt die Band aber aus L.A. Mit ihrer EP „Propaganda“ tragen sie ihren Lofi-Garagesound aktuell durch Europa.

Ilgen-Nur – In My Head

In Ilgen-Nurs Kopf scheinen einige neue Songideen geschlummert haben. Eine davon ist die neue Single „In My Head“. Die ist ein teilweise sommerlicher, aber manchmal auch krachiger Indierock Song geworden, der sich perfekt in das übrige Werk der Hamburgerin einfügt. Was noch so in Ilgen-Nurs Kopf abgeht, erfahren wir am 30. August. Da kommt nämlich das Debutalbum „Powernap“ heraus.

The Black Keys – Eagle Birds

Kann zur Zeit irgendjemand den bluesigen Indierock der Black Keys das Wasser reichen? Zumindest wer den neuen Song „Eagle Birds“ des Duos hört, kann eigentlich nur ein ganz klares Nein als Antwort geben. Die schmissigen Riffs von Dan Auerbach und dazu diese Stimme, die dem Ganzen noch den letzten Rest Seele gibt. Das mit dem Wasser reichen wird also noch eine Zeit dauern, spätestens bis zum 28. Juni. Da veröffentlichen Pat Carney und Dan Auerbach nämlich ihr neues Album „Let’s Rock“.

IDLES – Mercedes Marxist

Kurz nach Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Joy As An Act Of Resistance“ haben die Briten von Idles noch einen neuen Song in der Schublade entdeckt. Schon der Titel „Mercedes Marxist“ macht den typischen Idles-Stil sofort erkennbar: punkig und politisch.

Novaa – Club Paradise

Das Paradies scheint ein prägendes Thema unter aktuellen Newcomerinnen und Newcomern zu sein. Immerhin gibt es nicht nur ein deutsches Projekt unter dem Namen Das Paradies. Solokünstlerinnen wie Nilüfer Yanya und Novaa sprechen das Thema auch direkt in ihren Songs an. Letztere tut dies direkt auf dem Opener ihres selbstbetitelten Debütalbums „Novaa“. Der Song mit dem Namen „Club Paradise“ entwickelt eine Mischung aus Elekro, Pop-Gesang und orchestraler Theatralik.

Alex Lahey – Interior Demeanour

Andere machen ein Best-Of Album nach Album 5 oder 6. Alex Lahey aus Australien schmeißt diese Logik über den Haufen. Am 17. Mai kommt nämlich „The Best Of Luck Club“ heraus – das bisher zweite Album der Indie-Rockerin. Obwohl… Songs vom ersten Album werden nicht noch mal wiederholt — was aber überhaupt kein Problem ist. Auf dem Album entwickelt sie ihren krachigen Rocksound weiter fort, aber führt teils auch weichere, poppigere Seiten an sich ein. Unser Anspieltipp: Das rockige, aber vielseitige „Interior Demeanour“.

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The National – Rylan

Ursprünglich hat das neue National-Album „I Am Easy To Find“ auf den übrig gebliebenen Skizzen des Vorgängers von vorletztem Jahr beruht. Das heißt aber nicht, dass The National mit Handbremse durch die Musikwelt fahren und nur recyclen. Kurz vor Release des Albums haben sie jetzt zB nämlich sogar Schauspielerin Alicia Vikander für einen eigenen Kurzfilm zum Album verpflichten können. Neben dem Filmischen überzeugt Matt Berningers Rockgruppe aber weiterhin auch musikalisch. Die neue Single „Rylan“ klingt nach einem klassischen The National-Song alter Schule.