brandneu auf der [97.1] – der blog
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brandneu auf der [97.1] – der blog

Jede Woche bringt hochschulradio düsseldorf neue Musik in euer Radio. Wir spielen für euch sowohl die angesagteste Musik aus dem Kosmos der Alternativ-Szene als auch die besten Newcomer und Geheimtipps. Damit ihr auch wisst wer die Künstler und Künstlerinnen sind, die wir zurzeit häufiger spielen, präsentieren wir euch hier im brandneu-blog die Hintergründe zu unseren neusten Songs im Programm. Die restlichen Songs, die momentan häufiger laufen (auch Rotation genannt), seht ihr HIER.

Balthazar – Changes

Der Titel passt zur Bandentwicklung: Ihr viertes Studioalbum „Fever“ hat die belgische Indie-Band Balthazar mit einigen Veränderungen veröffentlicht – beziehungsweise mit „Changes“, wie es in der aktuellen Single heißt. Das betrifft nicht nur einige Soundelemente sondern auch Wechsel in der Besetzung von Balthazar. Überzeugen kann das neue Album trotzdem. Das zeigt auch die Auskopplung der neuen Single ein halbes Jahr nach Veröffentlichung von „Fever“.

The Amazons – End Of Wonder

Auch wenn der Songtitel es nahelegt – das Ende ihres Erfolgswunders haben die Briten von The Amazons noch nicht erreicht. „End Of Wonder“ ist ein Song aus dem zweiten Album „Future Dust“ der Band aus Düsseldorfs Partnerstadt Reading. Im Gegensatz zum Debütalbum steigert sich die Kraft ihres Alternativ Rocks auf dem neuen Album.

Mia Morgan – Valentinstag

Geisteskrankheit und Eifersucht ergibt…? Richtig, den neuen Song „Valentinstag“ von Mia Morgan (englisch ausgesprochen). Dazu kommen noch ein paar süßliche, eingängige Synthies und ein Text über unerwiderte Liebe, brechende Herzen und Rosen. Fertig ist Gruftpop, so bezeichnet die Kasslerin ihre Musik und so heißt auch die jüngst erschiene EP. „Valentinstag“ empfehlen wir euch; beim Herzen brechen müsst ihr euch allerdings selbst entscheiden.

Sam Fender – Will We Talk

In den letzten Wochen lief es nicht so gut für den englischen Indie-Rocker Sam Fender. Mit einer nicht näher erklärten Krankheit hat er via Facebook einige Konzerte abgesagt. Außerdem wurde der Release seines Debütalbums auf September geschoben. Während Fender gesundheitlich noch etwas rumlaboriert, bekommen seine Fans immerhin schon mal einen neuen Track vom Debütalbum „Hypersonic Missiles“. „Will We Talk“ heißt der und liefert den klassischen Fender-Sound. Das heißt: nachdenkliche Texte gepaart mit nach vorne treibenden Indierock-Melodien zum Mitsingen.

Kaytranada – Dysfunctional (feat. VanJess)

Möge der Groove mit dir sein. Theoretisch könnte dies das Motto vom kanadischen DJ und Produzenten Kaytranada sein. Markenzeichen sind nämlich seine elektronisch-urbanen Sounds und Basslines, die wahlweise vor Schweiß einer Sommernacht am Strand triefen oder die Tanzfläche zum modernen Retro-Soul-Club werden lassen. Ende 2018 hat Kaytranada bereits mit einer EP fünf neue Songs veröffentlicht. Jetzt kommt mit „Dysfunctional“ ein weiterer Track. Dafür hat er sich Verstärkung vom noch recht unbekannten RnB-Duo VanJess geholt.

Press Club – Thinking About You

In Australien gibt es mittlerweile mehr junge Rockbands als Koalas. Die Indiepunk-Band Press Club aus Melbourne ist ein ganz besonders fleißiges Beispiel. Erst Anfang 2019 veröffentlichte die Band ihr Debütalbum „Late Teens“. Darauf lassen sich einige Indie- und Punk-Perlen finden, und nichts anderes ist auch auf „Thinking About You“ zu hören. Einer der ersten Songs des neuen Machwerks „Wasted Energy“, das am 16. August erscheint.

Lilly Among Clouds – Love U 4Ever

Das klingt aber mal nach einem echten Stilwechsel. Lilly Among Clouds aus Würzburg war auf ihrem Debüt „Aerial Perspective“ eigentlich für sanfte, leicht melancholische Popsongs bekannt. In ihrem neuen Song „Love U 4Ever“ packt sie aber den Upbeat-Hammer aus und zimmert ordentlich auf die Tanzfläche. „Love U 4Ever“ ist nämlich ein Song aus dem neuen Album von Lilly. Das kommt im Spätsommer und soll laut ihr selbst mindestens zur Hälfte solche Upbeat-Nummern haben.

SYML – Break Free

Nein, wir sind nicht schlafend auf die Tastatur gefallen. SYML (sprich: [sɪml]) ist nämlich Walisisch und heißt „simpel“ . Das ist der Alias von Brian Fennell aus dem Bundesstaat Washington in den USA. Warum aber Wales? Gar nicht so einfach. Brian ist nämlich laut eigener Aussage adoptiert worden. Später hat er herausgefunden, dass seine biologischen Eltern aus Wales stammen. Musikalisch ist SYML zwar im Pop einzuordnen, kreiert aber verschiedene Sounds. Manchmal melancholischer Soundtrack für Fernsehserien, manchmal hymnenhaft zum Mitsingen, manchmal aber auch rockig wie in seiner neuen Single „Break Free“, die ein wenig nach Sam Fender klingt.

Cassius – Nothing About You

Das freudige Erscheinen des neuen Cassius-Albums wird gleichzeitig von einer traurigen Nachricht überschattet. Philippe Zdar – die eine Hälfte des französischen Elekro-Duos – ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Er hinterlässt mit dem aktuellen Album „Dreems“, auf dem unter anderem die der funky Nummer „Nothing About You“ zu finden ist eine Cassius-Ära von zwanzig Jahren.

LEIDER NOCH KEIN OFFIZIELLES VIDEO ERHÄLTLICH

Die Kerzen – In der Nacht hast du geweint

Nach den beliebten Singles „True Love“ und „Saigon“ erweitern Die Kerzen mit ihrem Debütalbum „True Love“ nun ihren Songkatalog. Ihre üblichen Merkmale bleiben erhalten, wie auch die Nummer „In der Nacht hast du geweint“ zeigt: Synthies, Kitsch und eine Menge 80s.

KUMMER – 9010

9010 ist die alte Postleitzahl von Chemnitz, bzw. Karl-Marx-Stadt zu DDR-Zeiten, und bei diesen Ortsangaben dürfte es auch schon klingeln. Hinter KUMMER steckt niemand anderes als der rappende Kraftklub-Sänger Felix Kummer a.k.a. Felix Brummer. Der nimmt nur mal schnell seinen bürgerlichen Nachnamen und schießt einen wunderbar persönlichen Rap-Track über das Aufwachsen mit und gegen Neonazis in den Äther. Bisher ist noch nicht bekannt, ob ein Album folgt, aber wünschenswert wäre es auf jeden Fall.

Deichkind – Wer sagt denn das?

Bei Deichkind brechen regelmäßig alle Dämme oder auch Deiche (wir schämen uns für nichts). Egal, ob Ferris MC nun ausgesteigen ist oder nicht, die Qualität bleibt hoch. Skurrile Videos, Texte, die den Zeitgeist immer wieder auf den Punkt bringen, und komplette Ekstase auf den Bühnen heimischer Multifunktionsarenen. Was gibt es da noch zu sagen, außer „Wer sagt denn das?“.