brandneu auf der [97.1] – die songs im porträt
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brandneu auf der [97.1] – die songs im porträt

Jede Woche bringt euch hochschulradio düsseldorf neue Musik in euer Radio. Wir spielen für euch sowohl die angesagteste Musik aus dem Kosmos der Alternativ-Szene als auch die besten Newcomer und Geheimtipps. Damit ihr auch wisst wer die Künstler und Künstlerinnen hinter den Songs sind, die wir zurzeit häufiger spielen, wollen wir euch hier unsere allerneusten Songs etwas näher vorstellen. Die restlichen Songs, die momentan häufiger laufen (auch Rotation genannt), seht ihr HIER.

 

Christine & The Queens – Doesn’t Matter (Voleur de Soleil)

 

Dass Musik viele Sprachen sprechen kann, zeigt die französische Künstlerin Christine & The Queens. Während ihres internationalen Erfolges bringt sie ihre Elektropop-Songs in zwei Sprachen heraus – auf Englisch und auf Französisch. Der Titel „Doesn’t Matter“ bleibt allerdings gut erkennbar in beiden Versionen erhalten.

 

 

Fil Bo Riva – Time Is Your Gun

 

Ganz langsam und leise beginnt der neue Song „Time Is Your Gun“ vom Berliner Künstler Fil Bo Riva. Aber das ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Immer weiter steigert sich Fil Bo Riva bis der Folksong explodiert, um dann genau so zerbrechlich wie am Anfang zu werden. Sein Debütalbum dürfte da nicht weniger herzzerreißend sein – und auch nicht weniger erfolgreich.

 

 

Florence + The Machine – Patricia

 

Florence Welch schlägt auf ihrem neuen Album „High As Hope“ vor allem ruhigere Töne in Form von Balladen an. Der Song „Patricia“ fällt als eine der tanzbaren Nummern deshalb besonders auf und orientiert sich stark in Richtung der Single „Hunger“ und des Vorgängeralbums „How Big, How Blue, How Beautiful“.

 

 

Tom Grennan – Make ’em Like You

 

Wer braucht für einen Erfolg ein Debütalbum?! Der britische Indierocker Tom Grennan zumindest nicht. Seine erste EP schlug ein; sein jetzt erschienenes Debütalbum „Lighting Matches“ knüpft daran an. Der Song „Make ’em Like You“ macht da das beste Beispiel aus. In ihm beklagt Tom Grennan die Austauschbarkeit in unserer Gesellschaft, bei der er sich allerdings keineswegs verstecken muss. Tom Grennan präsentiert eine einzigartige Stimme und eine tight arrangierten Rhythmussektion, abgerundet von Bläsern.

 

 

Mattiel – Bye Bye

 

Mattiel Brown, der Kopf hinter dem Projekt Mattiel, ist Designerin, Künstlerin und natürlich Musikerin mit einer großen Liebe für 60s Rock’n’Roll. Anders lässt sich der Sound hinter ihrem Debütalbum zumindest nicht erklären. Die Instrumentierung ist retro, aber nie verstaubt. „Bye Bye“ steht dabei nur stellvertretend für das ganze Album, das selbstbetitelt ist. Lebendig und eingängig singt Mattiel Brown „Bye Bye“, wahrscheinlich zu einer Beziehung, die sie einfach zu sehr unter Druck gesetzt hat.

 

 

Palace Winter – Empire

 

Trotz des winterlichen Names weckt das Cover von Palace Winters aktuellem Album „Nowadays“ den Eindruck eines Sommeralbums: Es zeigt mit einem warmen Sepia-Filter eine Frau, die sommerlich bekleidet in einem Auto mit offenen Türen wartet. Zu diesem Bild gesellt sich besonders im Song „Empire“ ein verträumter Mix aus Indie-Rock und Dreampop mit viel Synthesizer- und Streicher-Einsatz.

 

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Black Honey – I Only Hurt The Ones I Love

 

Mit ihrem Debütalbum haben die Briten von Black Honey sich ganz schön viel Zeit gelassen. Ihre EPs kursieren seit vier Jahren im Netz und die Band konnte sich schon als Supportact von Royal Blood einen Namen machen. Inzwischen steht das Erscheinungsdatum für das erste Album fest: Mit ihrer Single „I Only Hurt The Ones I Love“ kündigen Black Honey ihr selbstbetiteltes Debütalbum für den 21. September an.

 

 

Eliza & The Delusionals – Half Empty Girl

 

Irgendetwas scheint in Down Under ziemlich gut zu laufen, wenn immer wieder junge und talentierte Künstler und Künstlerinnen auftauchen. Eliza & The Delusionals machen da keine Ausnahme. Den klassischen Indierock beherrscht die Band um die Frontfrau Eliza Klatt jedenfalls ziemlich gekonnt. Da überrascht es auch nicht, dass sich in dem neuen Song „Half Empty Girl“ die Gitarren zwischen rockig verzerrt und sanft zupfend abwechseln und damit ein wenig an Catfish & The Bottlemen erinnern. Damit hat die junge Band auch durchaus das Potenzial um bald den Durchbruch zu feiern.

 

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The Magic Gang – How Can I Compete

 

Dass The Magic Gang noch eine recht junge Indie-Band sind, lässt sich im Video zu ihrem Song “How Can I Compete” schnell erkennen. Das Musikvideo ist in sympathischer DIY-Ästhetik gehalten. Die scheint gut anzukommen: Trotz ihres Newcomerstatus konnten The Magic Gang schon einen Plattenvertrag unterschreiben und in diesem Jahr ihr selbstbetiteltes Debütalbum herausbringen.

 

 

Ben Khan – Ruby

 

Im Video zur vorherigen Single 2000 Angels von Elektro-Mastermind Ben Khan hatte noch ein geheimnisvolles Auto die Hauptrolle. Im vorläufigen Video zur neuen Single Ruby wechselt Ben Khan das Element und wechselt zu Luftballons in die Luft. Schwebend und leicht macht es das Hören damit allerdings nicht zwangsläufig. Ruby klackert und arbeitet mit vielen Elektrobeats und könnte so auch gut abends im Klub laufen. Von Ben Khan wird darüber hinaus auch noch mehr erwartet: später im Jahr soll das Debütalbum rauskommen.

 

 

Haiku Hands – Jupiter

 

Auf den ersten Blick klingt der Bandname nach japanischer Gedichtkunst in Gebärdensprache. Tatsächlich verbirgt sich hinter Haiku Hands aber eine australische Girlband, die in der hochschulradio-Playlist mit ihrer funky Indie-Nummer „Jupiter“ wohl einen ihrer ersten europäischen Auftritte feiern kann. Denn momentan ist die Gruppe aus Sydney, Australien eher nur Musik-Insidern und Insiderinnen bekannt. Mehrere Musikmagazine feiern die Girls zurzeit nämlich als Newcomer, die wir im Auge halten sollten.

 

 

The Asteroids Galaxy Tour – Apollo

 

Still ist es gewesen um die dänische Band von Frontfrau Mette Lindberg. The Asteroids Galaxy Tour haben sich nämlich in den letzten Jahren eher wenig mit neuem Material blicken lassen. 2018 haben sie mit Surrender und Apollo aber schon zwei Songs veröffentlicht um ein neues Album anzukündigen. Das soll tatsächlich aber erst 2019 rauskommen! Musikalisch bleiben sich The Asteroids Galaxy Tour mit Apollo aber treu und liefern ihren gewohnten poppigen Sound mit leichten Disco-Sprenkeln, auch wenn Apollo nicht ganz so beatlastig ist wie noch Surrender.

 

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Death Cab For Cutie – Gold Rush

 

Death Cab for Cutie sind wieder da – mittlerweile auch schon Veteranen des amerikanischen Rocks. Den neuen Song Gold Rush machen vor allem unterstützende Chöre, der sanfte Gesang von Ben Gibbard und einen emotionalen, aber zugleich kritischen Text aus. Thema: Gibbard stellt heraus, wie wir Menschen unsere Erinnerungen an bestimmte Orte hängen. Was aber passiert, wenn sich diese Orte beispielsweise durch die Gentrefizierung verändern? Eine richtige Antwort gibt es nicht, das macht den Song aber keinen Deut schlechter.

 

 

Isolation Berlin – Antimaterie

 

Isolation Berlin haben sich gewandelt. Eigentlich ist die Indie-Band auch mal für rauere Töne bekannt. In ihrem Song Antimaterie kommen aber romantische Akustikgitarren und ein getragener Beat viel mehr zur Geltung. Der Text ist dementsprechend schmachtend und sehnsüchtig oder wie würdet ihr die Textzeile „Du trägst Antimaterie in deinem Herzen“ deuten?

 

 

Roosevelt – Under The Sun

 

Marius Lauber aus Köln ist zwar gerade mal Mitte 20 hat aber halt als DJ und Produzent eigentlich fast alles erreicht. Bekanntheit in den USA, UK, Asien und so weiter, Remixe für allerlei Menschen und sogar Anerkennung bei Kritikerinnen und Kritikern! Roosevelt schafft nämlich Kunst, Kreativität und Erfolg miteinander ziemlich gut zu verbinden. Im Oktober wird Roosevelt sein zweites Album auf den Markt kommen und zeigt mit Under The Sun den ersten Vorboten. Weiterhin stark elektronisch geprägt mit einigen Retroeinschüben direkt aus den Zeiten von Dauerwelle und Schlaghosen und mit ordentlichem Sommereinschlag.