brandneu auf der [97.1] – die songs im porträt
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brandneu auf der [97.1] – die songs im porträt

Jede Woche bringt euch hochschulradio düsseldorf neue Musik in euer Radio. Wir spielen für euch sowohl die angesagteste Musik aus dem Kosmos der Alternativ-Szene als auch die besten Newcomer und Geheimtipps. Damit ihr auch wisst wer die Künstler und Künstlerinnen hinter den Songs sind, die wir zurzeit häufiger spielen, wollen wir euch hier unsere allerneusten Songs etwas näher vorstellen. Die restlichen Songs, die momentan häufiger laufen (auch Rotation genannt), seht ihr HIER.

 

Blood Red Shoes – Eye To Eye

 

Schau mir in die Augen, Kleines! Diese Aufforderung legt die aktuelle Single von Blood Red Shoes nahe. Immerhin bedauert Frontfrau Laura-Mary Carter im Text: „We don’t see eye to eye.“ Neben ihrer typischen Duo-Besetzung aus Schlagzeug, Gitarre und Gesang entdecken Blood Red Shoes in „Eye To Eye“ düstere Bässe für sich.

 

 

SOAK – Knock Me Off My Feet

 

An die Motoren, fertig, los! In dem interessanten Video zum neuen Song von Singer-Songwriterin SOAK geht es mit einem Stock Car-Rennen richtig zur Sache. Tatsächlich passt das Bild auch zu ihrer Musik. Die Nordirin ist nämlich eigentlich für ihre einfühlsame, leise Musik mit intelligenten und vielschichtigen Texten bekannt. Mit den leicht fröhlichen Upbeat-Rhythmen ist „Knock Me Off My Feet“ eine neue Facette in SOAKs Repertoire. Das Album „Grim Town“ kommt im April.

 

 

White Lies – Tokyo

 

Dem Countdown zum neuen White Lies-Album wurde ein weiterer Song hinzugefügt. Nach „Finish Line“ gibt nun „Tokyo“ einen neuen Eindruck in das fünfte Album der britischen Postpunk-Band. Das Album „Five“ erscheint am 1. Februar. Ende des gleichen Monats sind White Lies unter anderem in Köln auf Tour.

 

 

Giant Rooks – Wild Stare

 

Mensch, das hat aber lange gedauert! 2017 war DAS Jahr für Giant Rooks aus Hamm. Ihre „New Estate EP“ wurde sehr gefeiert und lief auch an entscheidenden Stellen im alternativen Radio. Aber dann? Ein Album kam nicht, dafür ein Wechsel der Plattenfirma. Kurz vor Weihnachten haben Giant Rooks mit „Wild Stare“ einen neuen Song veröffentlicht, der ihrem ersten Song „New Estate“ sehr ähnlich ist:  eingänger Indie-PopRock, der gute Laune versprüht, aber trotzdem gereift wirkt.

 

 

Karen O & Danger Mouse – Woman

 

Nach Cat Powers Erfolgssingle „Woman“ widmen sich nun kurze Zeit später auch Karen O und Danger Mouse unter gleichem Titel dem Thema Frauen. Neben den Lyrics lassen sich musikalisch tatsächlich einige bluesig-soulige Parallelen zum Song von Cat Power feststellen. Dabei bringen Karen O und Danger Mouse vor allem Orgeln und verzerrten Gesang zum Einsatz.

 

 

Stella Donnelly – Old Man

 

Von älteren Männern lässt sich Stella Donnelly nichts sagen. Mit ihren frechen Texten und ihrem sonnigen, entspannten Gitarrenklang erinnert die australische Newcomerin an eine softe Version der spanischen Girlband Hinds. Stella Donnellys Debütalbum „Beware of the Dogs“ ist für den 8. März angekündigt.

 

 

Beirut – Landslide

 

Der Mann mit Blasmusik ist wieder da! Zack Condon alias das Mastermind von Beirut hat für den 1. Februar wieder ein neues Album in der Pipeline. „Gallipoli“ wird das heißen, nach der gleichnamigen Stadt in Italien benannt. Kurz davor kommt mit „Landslide“ jetzt die zweite Single raus. Ein Song, der in jeder Faser Beirut ist: orchestrale Orgelmusik, gemischt mit Condons theatralischem Gesang. Zusammen entsteht ein Folk-Pop-Werk, das in der Musik aktuell einzigartig ist.

 

 

Cigarettes After Sex – Neon Moon

 

Kennt man Cigarettes After Sex nicht, ist es wirklich schwer zu sagen, wer eigentlich singt. Die androgyne Stimme von Sänger Greg Gonzalez ist nämlich eines der Markenzeichen der Band aus Texas. Die Stimmung der Musik ist immer gleich: verführerisch, lasziv und immer mit dem gewissen Etwas, sodass es nichts ausmacht, dass die Songs oft einem Schema folgen. „Neon Moon“ ist das zweite Lebenszeichen nach dem letzten Album vor zwei Jahren, das diesem Erfolgsrezept erneut folgt.

 

 

Jonathan Jeremiah – The Stars Are Out

 

Wer eine tiefe Bluesstimme mag, dürfte bei Jonathan Jeremiah richtig sein. Der Londoner mit den ein oder anderen Verbindungen nach Deutschland klingt immer ein wenig nach dem Soul & Blues der 60er Jahre. Die neue Single von Jeremiah passt da auch perfekt rein. Er klingt wie ein smoother Gang durch das nächtliche New York Ende der 60er. Jeremiah kreiert Bilder im Kopf, die bleiben, und Musik zum Grooven.

 

 

The Raconteurs – Sunday Driver

 

Nach Erscheinen seines dritten Soloalbums im letzten Jahr ist Jack White auch mit seinen weiteren Projekten fleißig am Werk. Mit seiner Band The Raconteurs hat der amerikanische Bluesrocker gleich zwei Singles auf einmal veröffentlicht – „Sunday Driver“ und „Now That You’re Gone“.  Ein zugehöriges Album soll im Laufe des Jahres erscheinen.

 

 

Sharon Van Etten – Seventeen

 

Mit 17 beginnt für viele das Leben so richtig: Die Schule ist bald vorbei und die erste große Liebe steht für einige auch schon an. Es entsteht eine Art Generationswechsel. In Sharon Van Ettens Song „Seventeen“ wird dieses Gefühl mitgenommen. Es geht um Veränderung und das Eintreten in neue Lebensräume. Begleitet wird das durch sanfte Synthie- und Rockmelodien, die die unterschwellige Melancholie des Songs treffend vertonen. Das Video schlägt laut Regisseurin Maureen Towey in die gleiche Kerbe. Sie sagt laut der Plattenfirma, dass Van Etten die Orte zeigen wollte, die sie musikalisch geprägt haben. Eine persönlich-visuelle Botschaft bekommen wir also gleich mitgeliefert.

 

 

Friska Viljor – Unless You Love Me

 

Das Video zu „Unless You Love Me“ der schwedischen Band Friska Viljor kann schon stellvertretend für das Auftreten der Indiemusiker stehen. Zwei Legofiguren verlieben sich in einer Art Comic zu treibendem und traurigen Indierock. Genau so niedlich wie das Video sehen die angegrauten Skandinavier aus. Der Text der ersten Single zum neuen Album spricht dagegen ein ernstes Thema an, wie die Liebe verschwindet und was das für Konsequenzen hat.

 

 

Sea Girls – Eat Me Whole

 

Endlich mal wieder Gitarrenmusik von einer jungen Band aus England. Eine alte Formel, die über Jahrzehnte gut funktionierte, und das auch zu Recht – jedenfalls was die Sea Girls aus London angeht. Die Melodien sind catchy und die Singstimme geht ebenfalls gut ins Ohr. Die Mädchen von der See klingen frisch und verstehen ihr Songwriting a.k.a. ihr Handwerk. Möge Gitarrenmusik aus England von jungen Bands nie aussterben.

 

 

Cardi B – Money

 

Ist Cardi B zurzeit die Queen des Hip-Hops? Man könnte jedenfalls problemlos dafür argumentieren und Recht bekommen. Spätestens seit dem Überhit „I Like It“ horcht ein ganzes Genre auf, wenn die Frau mit dem ausschweifenden Modestil einen neuen Track droppt. In dem neuen Track „Money“ geht es um ein Leitmotiv des Raps: Cash, Flocken, Knete, Kröten, Moneten oder einfach nur Geld. Und das in einer Form der Kampfansage, die sich einerseits als Reflexion des Berühmtwerdens, aber auch als Kritik an alle Neiderinnen und Neider lesen lassen kann. Cardi B macht es uns da nicht einfach, gibt uns neben den wirklich tighten, gut-gebauten Beats und Flows aber definitiv einen weiteren Grund, nochmal zwischen die Zeilen zu gucken.

 

 

side effects – Suffer & Smile

 

Einfach lächeln und winken – diesem Motto scheint die Band side effects mit ihrem Songtitel „Suffer & Smile“ zu folgen. Die schwedischen Newcomer machen verhallten Dreampop. Ihr neues Album „Some Other Day“ erscheint in Deutschland am 18. Januar.

 

NOCH KEIN OFFIZIELLES VIDEO ERHÄLTLICH