90minuten im april / 24. april
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90minuten im april / 24. april

90 Minuten BildEs ist das Thema, dass die Politik-Berichterstattung seit Monaten dominiert: die Flüchtlingskrise. Doch auch auf den Sport haben die vielen Menschen, die in den letzten Monaten und Jahre nach Deutschland gekommen sind, Einfluss – während gleichzeitig der Sport auch Einfluss auf diese Menschen hat und vielleicht sogar eine wichtige Rolle zur Integration spielen kann. Inwieweit das klappen kann und welche Grenzen es dafür geben könnte, haben wir eine ganze Reihe von Menschen gefragt: Angefangen bei Prof. Ulrike Burrmann von der TU Dortmand über Marco Kummer, Geschäftsführer des DSV 04 Lierenfeld bis hin zu Biniam Tzegai und Michael Effrim, die die Flüchtlingsmannschaft des DSV mitgegründet haben. Das Gespräch gibt es hier nochmal zum Nachhören!

 

Bevor wir aber auf das Gespräch kommen, werfen wir noch einen Blick auf die Uni-Sporthalle. Die wird nämlich seit Monaten als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt, ein Ende dieses Provisoriums ist aber absehbar, wie Dennis Rettberg berichtet.

 

 

Biniam Tzegai: „Ich hatte nie Probleme mit Rassismus!“

Biniam Tzegai kam Anfang der 80er nach Deutschland und fand sich schnell in das Leben in Düsseldorf ein – samt der Mitgliedschaft in Benrather Fußball-Mannschaften. Hier erfahrt ihr, welche Rolle der Fußball für ihn gespielt hat und ob es Probleme auf oder abseits des Platzes gab.

 

 

Prof. Burrmann: „Viele Vereine leisten aktive Integrationsarbeit!“

Ulrike Burrmann ist Professorin am Institut für Sport und Sportwissenschaft an der TU Dortmund. Sie erklärt, was gelungene Integration durch Sport bedeutet.

 

 

Marco Kummer: „Der Hilfeaspekt war der entscheidende!“

Eine offene Integrationsarbeit kann sich laut Prof. Burrmann für Vereine langfristig auszahlen – weil dadurch neue Mitglieder geworben werden und damit dem Mitgliederschwund entgegengetreten werden kann. Für Marco Kummer, Geschäftsführer des DSV 04, war dies aber nicht der entscheidende Aspekt, warum er die Flüchtlingsmannschaft unterstützt hat.

 

 

Michael: „Es ist wichtig, dass wir gegen andere Teams spielen und was lernen!“

Noch spielt die Flüchtlingsmannschaft nicht in einem geregelten Spielbetrieb, sondern bestreitet nur Freundschaftsspiele. Alle Beteiligten hätten aber nichts dagegen, dass sich das zur kommenden Saison ändert, ob es klappt, steht aber noch nicht fest.

 

 

Burrmann: „Ehrenamtliche Helfer stoßen an ihre Grenzen, weil Konflikte oder Probleme auftreten, für die sie nicht ausgebildet sind!“

Im letzten Teil des Gespräch geht darum, welche Rahmenbedingungen von den Sportverbänden und der Politik getroffen werden müssen, damit Integration durch Sport noch besser gelingen kann. Marco Kummer gibt zudem eine Einschätzung dazu ab, wie die Situation in Düsseldorf insgesamt aussieht.